Wer gut sieht, fährt sicher besser | ||||
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| Die Faktoren des guten Sehens im Verkehr |
| Hohe Ansprüche an die Wahrnehmung | ||||||||||||||||||
| Während ein Fahrer sein Auto mit 50 km/h durch eine Ortschaft pilotiert, erbringt sein visuelles Wahrnehmungssystem eine Höchstleistung an Informationsverarbeitung. Er schaut in Fahrtrichtung, hat aber auch die anderen Verkehrsteilnehmer, die Passanten auf dem Trottoir und allfällige Verkehrssignale im Auge sowie den Tacho und die Rückspiegel unter Kontrolle. Was der Fahrer als konstanten, allgemeinen Übersichtsblick empfindet, ist in Wirklichkeit eine Kaskade von Einzelblicken und Bildern, die erst im Gehirn zu einem Ganzen zusammengesetzt werden. Beim Autofahren müssen alle Seh- und Wahrnehmungsfunktionen gut zusammenarbeiten, um eine optimale und ermüdungsfreie Leistung sicherzustellen: Von der Beweglichkeit und dem intakten Zusammenspiel beider Augen bis zur guten Sehschärfe in allen Licht- und Witterungssituationen. |
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| Zentrale Tagessehschärfe | ||||
| Wirklich gut, d.h. scharf und bewusst, sieht der Mensch nur dort, wo er gerade hinblickt. Dieses zentrale Sehen wird vom peripheren Sehen ergänzt, wobei beide Sehformen eng miteinander kooperieren. Beispiel: Wir sehen etwas aus den Augenwinkeln und können es sofort mit dem Blick fixieren. Die zentrale Tages-Sehschärfe (ZTS) bezeichnet die Fähigkeit des Auges, Gegenstände bei normalem Tageslicht klar zu erkennen. Eine durchschnittlich gute Sehschärfe wird mit Visus 1,0 oder Visus 100% bezeichnet. Eine gute ZTS ist wesentlich, um die Entwicklung auf der Strasse frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig reagieren zu können. Je geringer die Sehschärfe, desto später werden Verkehrssituationen, andere Verkehrsteilnehmer und Hinweisschilder erfasst. Die Folge sind verspätete, abrupte Reaktionen. Entscheidend auch bei Überholmanövern: Nur wer scharf sieht, schätzt die Geschwindigkeiten entgegenkommender Fahrzeuge richtig ab. Beeinträchtigt wird die ZTS v.a. durch Kurz- und Übersichtigkeit. Kurzsichtige sehen je nach Grad ihrer Sehschwäche in die Ferne nur verschwommen, was sich mit Kontaktlinsen oder Brillengläser leicht kompensieren lässt. Bei der Übersichtigkeit stellt sich die Augenlinse beim Sehen in die Ferne so ein, wie ein normalsichtiges Auge beim Nahsehen. Um in die Ferne zu blicken, müssen dies Übersichtige mit einer dauernden, zusätzlichen Sehanstrengung kompensieren. Bei Ermüdung wird daher bald auch die Sehleistung beeinträchtigt. | ||||
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Wer gut sieht, kann Distanzen und Verkehrssituationen besser einschätzen und entsprechend reagieren. Eine schlechte Sicht verkürzt den Reaktionszeitraum beträchtlich! | ||
| Gesichtsfeld / peripheres Sehen | ||
| Das Gesichtsfeld umfasst den Sehbereich, der bei ruhigem Kopf und unbewegten Augen wahrgenommen werden kann. Im Unterschied zum zentralen Sehfeld, wird der periphere Teil des Gesichtsfeldes nicht in voller Schärfe gesehen. Trotzdem ist gerade auch die Aufnahme von Verkehrsinformationen aus dem Seh-Randbereich wesentlich für eine gute visuelle Gesamtwahrnehmung. | ||
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Zentrales und peripheres Sehen: der Mensch sieht nur das optimal und voll bewusst, was er direkt anblickt. Gerade im Strassenverkehr ist auch ein intaktes peripheres Sehvermögen wichtig. Alkohol hat starke Auswirkungen besonders auch auf die periphere Wahrnehmung. Die Verminderung der allgemeinen Sehleistung setzt bereit bei 0,2 Promille ein! | |
| Gesichtsfeldausfälle entstehen meist durch Augenerkrankungen (z.B. Makuladegeneration). Im Extremfall ergibt sich ein Tunnelblick, mit dem nur noch das genau vorausliegende erkannt werden kann; aber auch partielle Ausfälle des Gesichtsfeldes sind möglich. Ausfälle des einen Auges werden oft durch das andere Auge kompensiert. Werden Gesichtsfeldeinschränkungen bei einem augenoptischen Sehtest vermutet, sind weitere medizinische Abklärungen dringend angezeigt. | ||
| Dämmerungssehen / Nachtmyopie | |||||||||||||||||||
| Wenn es dunkel wird, schaltet unser visuelles System fein abgestuft auf Nachtsicht um: Auf der Netzhaut des Auges werden anstelle der Zäpfchen zunehmend die lichtempfindlicheren, aber nicht farbsichtigen Stäbchen aktiv. In der Dämmerung sind beide Arten von Sehzellen an der Wahrnehmung beteiligt; im Dunkeln sind nur noch die Stäbchen "wach". Diese Sehzellen können feine Hell/Dunkel-Unterschiede, aber keine Farben erkennen. Beispiel: Das fahle Mondlicht ist nicht hell genug, um unsere Sehzapfen anzuregen - wir sehen daher nur in Grautönen. Als "nachtmyop" gelten Menschen, deren Stäbchensehen beeinträchtigt ist: Obwohl sie am Tag durchaus gut sehen können, werden sie bei Dunkelheit kurzsichtig. | |||||||||||||||||||
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Da die Farben als Orientierungshilfen für die Wahrnehmung zunehmend wegfallen (Nachts sind alle Katzen grau), reduziert sich das Nachtsehvermögen gegenüber der Tagessehschärfe dramatisch. Auch ein Mensch mit guten Augen hat nachts eine Sehfähigkeit von 5 bis 10 %. Eine vorhandene leichte Kurzsichtigkeit, die im Alltag problemlos kompensiert wird und keine Sehhilfe erfordert, kann sich nun störend bemerkbar machen. Umgekehrt können eine Brille oder Kontaktlinsen in vielen Fälle helfen, unter kritischen Lichtverhältnissen den Überblick zu behalten. Das Dämmerungs- und Nachtsehen verringert sich mit zunehmenden Alter bei jedem Menschen in unterschiedlichem Masse. Dieser Prozess lässt sich - im Gegensatz zu den meisten anderen Fehlsichtigkeiten - nicht korrigieren bzw. kompensieren. Das Fahren in Dämmerung und Dunkelheit beansprucht auch die besten Augen bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Wer nach dem Eindunkeln Mühe mit Sehen hat, sollte auf Nachtfahrten eher verzichten. | |||||||||||||||||||
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| Blendungsempfindlichkeit | ||||
| Im "Abblendlicht"-Modus sollten die richtig eingestellten Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge nicht störend wirken. Bei erhöhter Blendempfindlichkeit werden einzelne Lichter jedoch zusehends zu gleissenden Lichtschwaden, die das Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Körperliche Ursachen für eine erhöhte Blendempfindlichkeit sind alters- oder krankheitsbedingte Trübungen des Auges (Hornhaut, Linse, Glaskörper), welche ähnlich einem zerkratzten Glas, die Lichtstrahlen streuen. Nie in die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge blicken. Bei Empfindlichkeit: Keine Sonnenbrille oder getönte Brillengläser tragen - sie schützen kaum und "schlucken" zuviel Licht. | ||||
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| Normale Sicht | Erhöhte Blendempfindlichkeit | |||
| Stellung und Beweglichkeit der Augen | ||
| Die richtige Stellung der Augen im Kopf und deren optimale Beweglichkeit - jedes Auge wird von jeweils sechs Muskeln gesteuert - sind Grundvoraussetzungen für eine gute Sehfähigkeit. Die Sehachse bzw. Blickrichtung beider Augen müssen im Fernblick stets exakt parallel ausgerichtet sein. Bei leichten Fehlstellungen eines oder beider Augen, versucht unser Wahrnehmungsapparat, den Fehlwinkel durch entsprechende Einstellungen bei den Augen zu korrigieren. Doch diese verstärkte Sehanstrengung kostet Kraft, obwohl sie vom betroffenen selbst oft kaum wahrgenommen wird. Augenbrennen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schielen und gelegentliche Doppelbilder können Hinweise auf diese Art von Sehstörung sein | ||
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Mit blitzschnellen Muskelbewegungen stellen sich die Augen auf unterschiedlichste Distanzen ein - oft nur für den sprichwörtlichen Augenblick. | |
| Binokulares Sehen |
| Durch Überlagerung der beiden Bilder, welche die Augen dem Gehirn übermitteln, entsteht ein gemeinsames Bild mit Tiefenwirkung. Die Fähigkeit, die Raumtiefe zu erkennen, ist im Strassenverkehr wesentlich, um Distanzen richtig einschätzen zu können - beim Überholen ebenso wie beim Einparkieren. Wie die Tages-Sehschärfe und das Gesichtsfeld wird auch das beidäugige (binokuläre) Sehen bei Verkehrssehtests geprüft. |
| Farbe sehen | ||||
| Von Farbsinnstörungen sind bis zu 10 % der Männer und nur ca. 0,5% der Frauen betroffen. Sie führen dazu, dass Rot-/Grüntöne oder Blau-/Gelbtöne nicht wahrgenommen werden können: Diese Farben erscheinen wie auf einem Schwarzweiss-TV in abgestuften Grautönen. Ein eingeschränktes Farbensehen ist im Verkehr ein Unsicherheitsfaktor. Signalisationen und Warnlichter können weniger gut erkannt werden. Gefährlich ist eine Rotschwäche beispielsweise auch bei Nebel: Werden Hecklichter nicht schnell genug erkannt, sind Auffahr-Kollisionen programmiert. |
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| Wichtig: Sonnenschutzbrillen dürfen die Farbwahrnehmung nicht zu stark einschränken. Signalfarben müssen als solche klar erkennbar sein. Zum Fahren nur Modelle bzw. Schutzgläser verwenden, die ausdrücklich für den Strassenverkehr zugelassen sind. Lassen Sie sich von Ihrer/Ihrem Augenoptiker/in beraten! | ||||
| Ideale Sehhilfen für Auto-, Motorrad- und Velofahrer |
| Lösungen für (fast) alle Fehlsichtigkeiten | ||
| Mit Ausnahme der "Farbenblindheit" und der verminderten Dämmerungs- und Nachtsehfähigkeit lassen sich heute fast alle Fehlsichtigkeiten korrigieren. High-Tech-Brillengläser und die moderne Kontaktlinsentechnologie machen das gute Sehen für alle möglich - auch bei sehr individuellen Anforderungen. | ||
| Die Autobrille: Darauf sollten Sie achten | ||||||||||
| Freier Blick, auch seitlich: Die Brillengläser sollten nicht zu klein sein, die Fassung schmale Ränder und hoch angesetzte Bügel haben. Man sollte, ohne den Kopf bewegen zu müssen, auch das Geschehen im Rück- bzw. Seitenspiegel überblicken können. Entspiegelung: Diese Spezialbehandlung macht Gläser lichtdurchlässiger und verhindert Lichtreflexe von Strassenbeleuchtung oder entgegenkommenden Fahrzeugen. Ein Muss für brillentragende Verkehrsteilnehmer/innen, auch wenn die Entspiegelung eine etwas häufigere Reinigung der Gläser erfordert. Tönung: Wer abends und nachts auf der Strasse unterwegs ist, sollte auch auf eine leichte Tönung der Gläser verzichten. Obwohl kaum sichtbar, schluckt sie wertvolles Licht. Gleitsichtgläser: Die ideale Lösung für Menschen ab 40/45 Jahre, bei denen sich die Altersweitsichtigkeit bemerkbar macht. Diese Glastechnologie bietet Lösungen für bisher Normalsichtige ebenso wie für alle korrigierbaren Fehlsichtigkeiten. Perfekter Sitz: Wenn die Brille dauernd auf der Nase rutscht, nützen präzise ausgerechnete und zentrierte Korrektionsgläser wenig. Ein perfekter, bequemer und rutschfreier Sitz der Brille ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Ersatzbrille: Bei längeren Fahrten (Ferien, Reisen) immer dabei haben! Kontrastverstärkende Gläser: Als verkehrstauglich zugelassene Spezialgläser können in schlechten Lichtverhältnissen zu einer verbessersten Kontrastwahrnehmung verhelfen). Fragen Sie uns. |
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| Fahren mit Kontaktlinsen | ||
| Kontaktlinsen bieten für Verkehrsanforderungen eine ideale Sehkorrektion (freies Gesichtsfeld). Längere Fahrten erst nach guter Angewöhnung an die Linsen unternehmen und Reservebrille immer dabei haben! | ||
| Lösungen für Motorradfahrer/innen | ||||
| Das meiste, was über Sehhilfen beim Autofahren gesagt wurde, gilt auch für das Motorrad. Zusätzlich gibt es hier noch Schutzanforderungen zu beachten. Mancher Zweiradfan fährt auch gerne mit offenem Visier bzw. mit visierlosem Helm. Auch Normalsichtige sollten dabei eine Brille tragen, die vor Zugluft um die Augen, Partikeln in der Luft und bei Tag vor UV-Strahlung schützt. Für korrigierte wie unkorrigierte Schutzbrillen geeignet sind leichte, flexible Fassungen mit flachen elastischen Bügelenden und einem elastischen Nasensteg. Die Brille sollte leicht aufzusetzen sein und auch bei geschlossenem Visier nicht beschlagen. Nehmen Sie beim Brillenkauf Ihren Helm mit, der vorzugsweise bereits über ein leistungsfähiges Lüftungssystem verfügt. Lassen Sie sich von Ihrer/Ihrem Augenoptiker/in beraten! |
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| Kontaktlinsen: Auf dem Motorrad nur mit Vollvisierhelm oder Schutzbrille (sicherer Schutz vor Zugluft!). Auf alle Fälle Ersatzbrille dabeihaben. | ||||
| Durchblick auf dem Velo | ||
| Velofahrer/innen sind die am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmer. Die defensive Fahrweise auf dem Velo erfordert Umsicht und Reaktionsvermögen - gutes Sehen ist dafür Voraussetzung. Wer viel fährt, vor allem auch längere Strecken über Land, braucht Schutz vor Zugluft und Partikeln. Geeignete Velobrillen sind so gestaltet, dass man auch in der klassischen Rennposition optimal nach vorne sehen kann. | ||
Wer gut sieht, fährt sicherer | |||||
| Medienmitteilung vom 05.11.1998 | |||||
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| Verschiedene Studien der letzten Jahre belegen, dass dem Sehen und der Wahrnehmung im Strassenverkehr eine entscheidende Rolle zukommt. Man geht davon aus, dass der Autofahrer rund 90% der wichtigen Informationen im Verkehrsablauf über das Auge bezieht. Gutes Sehen ist eine wichtige Voraussetzung, um Distanzen abschätzen zu können und Verkehrssituationen richtig zu beurteilen. |
| Was heisst gutes Sehen? |
| Die gesetzliche Minimalanforderung für das Lenken eines Fahrzeugs (ohne Sehhilfe) liegt bei einer Sehschärfe von Visus 0,6 auf dem einen und Visus 0,1 auf dem anderen Auge. Eine Sehschärfe von Visus 1,0 ist dabei kein Maximal-, sondern ein Durchschnittswert für normales Sehen. Jüngere Menschen haben zuweilen Werte von bis zu Visus 2,0. |
| Schlechte Sicht auf Schweizer Strassen |
| Der Gesetzgeber verzichtet nach der Erteilung des Lernfahrausweises bis zum 70sten Altersjahr auf weitere Sehtests. Man verlässt sich auf die Eigenverantwortung der Ver-kehrsteilnehmer/innen. Manche Leute scheinen bei soviel Freiheit offenbar überfordert. Die Sehtests, die von den Schweizer Augenoptikern (SOV) in den letzten Jahren durchgeführt wurden, sprechen eine klare Sprache. Im Durchschnitt (1993-96) konn-ten 15% der Verkehrsteilnehmer/innen die gesetzlichen Minimalanforderungen nicht erfüllen. Bei Personen über 60 Jahren hatten sogar 20% eine ungenügende Sehleistung. |
| Weiter sehen als Bremsweg |
| Von Fahrzeuglenkern/innen wird heute mehr denn je ein vorausschauendes Verkehrsverhalten gefordert. Die Hinweisschilder, Signale und Verkehrsleiteinrichtungen sind in den letzten Jahren immer zahl- und inhaltsreicher geworden. Die Entfernung, aus der eine Verkehrsinformation oder Gefahrensituation klar und deutlich wahrgenommen wird, muss so gross sein, dass eine entsprechende Reaktion rechtzeitig eingeleitet werden kann. Der Erkennungsabstand muss also grösser sein als der Bremsweg – sonst sind Kollisionen oder riskante Ausweichmanöver vorprogrammiert. Ein Beispiel: Ein Fahrzeug fährt mit 100 km/h auf einen gestürzten Motorradfahrer zu. Mit einer Sehschärfe von Visus 0,6 erkennt der Automobilist die Gefahr auf 130 bis 150 Meter Entfernung. Da der Bremsweg bei dieser Geschwindigkeit (und bei trockener Fahrbahn) rund 120 Meter beträgt, kann das Fahrzeug gerade noch rechtzeitig zum Anhalten gebracht werden. Beträgt die Sehschärfe des Fahrers weniger als Visus 0,6, kann es zu einer gefährlichen Situation kommen. Das Beispiel macht deutlich, wie wichtig eine intakte Sehschärfe im Strassenverkehr ist. Nur wenige Menschen können jedoch ihre eigene Sehleistung richtig einschätzen. Denn das Nachlassen der Sehkraft geht schleichend und für die Betroffenen kaum bemerkbar vonstatten. Deshalb sollten die Verkehrsteilnehmer/innen ihr Sehvermögen freiwillig alle zwei bis drei Jahre beim Augenoptiker überprüfen lassen, insbesondere ab dem 40sten Altersjahr. |
| Vorsicht bei Nacht und Dämmerung |
| Bei Dunkelheit ist für die Fahrzeuglenker/innen besondere Vorsicht geboten. Bei Nacht beträgt die Sehleistung des Menschen nur noch einen Zwanzigstel des Tageswertes. Hindernisse oder Fussgänger auf dem Zebrastreifen werden wesentlich später wahrgenommen als tagsüber. Kommen dann noch schlechte Sichtverhältnisse durch Regen, Nebel oder Blendung hinzu, wird es kritisch. Für eine ungenügende Sehleistung bleibt da kein Spielraum mehr. Bei Nachtfahrten mit dem Auto oder Motorrad kommt es auf eine gute Kontrastsehschärfe an. Wer sicher fahren will, sollte auch schwache Helligkeitsunterschiede – etwa einen dunkel gekleideten Fussgänger auf regennasser Fahrbahn - gut erkennen können. Man nennt diese Fähigkeit "Dämmerungssehen". Eine Einschränkung des Dämmerungssehens kommt nicht selten vor, oft auch bei Leuten, die tagsüber normal sehen und ohne Korrektion auskommen. Menschen, die davon betroffen sind, fühlen sich bei Nachtfahrten oft unwohl oder gar unsicher. Bei solchen Anzeichen sollte man immer den Augenoptiker aufsuchen. Für Brillenträger sind bei Dunkelheit entspiegelte Gläser zu empfehlen. Sie verhindern die Bildung von störenden Lichtreflexen und haben eine höhere Lichtdurchlässigkeit. In keinem Fall sollte man nachts mit getönten Gläsern unterwegs sein. Je nach Tönung wird nochmals ein erheblicher Teil des vorhandenen Lichts absorbiert – man sieht noch weniger. |
| Fahren im "schwarzen Loch" |
| Bei Nacht oder in der Dämmerung wird man als Lenker/in oft durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge geblendet. Es dauert danach einige Sekunden, bis sich das Auge wieder an die herrschenden Lichtverhältnisse gewöhnt hat. In dieser Zeitspanne sieht man sehr wenig, manchmal gar nichts. Viele Autofahrer haben deshalb das Gefühl, in ein "schwarzes Loch" hineinzufahren. Der Blendwirkung im Verkehr kann man nur schwer entgehen. Viele Fahrer/innen verhalten sich wie das Kaninchen vor der Schlange, ihr Blick ist auf die Scheinwerfer fixiert, gebannt schauen sie reflexartig in den Lichtkegel. Man sollte daher bewusst versuchen, seinen Blick am rechten Strassenrand zu halten und nicht direkt in die Scheinwerfer hineinzublicken. |
| Regelmässige Sehtests für die Sicherheit |
| Menschen mit reduzierter Sehleistung nehmen Verkehrsabläufe, Signalisationen und Gefahrenmomente oft ungenügend oder zu spät für eine adäquate Reaktion wahr. Ihre Manöver sind deshalb oft abrupt und unmotiviert. Damit stellen diese Verkehrsteilnehmer/innen ein ständiges Sicherheitsrisiko dar; sie gefährden sich selbst und andere. Das muss nicht sein. Im Gegensatz zu äusseren Einflüssen, lassen sich die meisten Fehlsichtigkeiten und Sehstörungen korrigieren. Der regelmässige Besuch beim Augenoptiker verhindert, dass sich unbemerkt Einschränkungen des Sehvermögens einschleichen. Wer gut sieht, fährt sicherer! |
Tips für gutes Sehen im Strassenverkehr 
| Windschutzscheibe sauber halten! Verschmutzte Scheiben reduzieren die Sehleistung um 10 bis 25%. Bei Gegenlicht kann die Verschmutzung gefährliches Streulicht verursachen. | |
| Saubere und richtig eingestellte Scheinwerfer. Intakte Scheibenwischer. | |
| Nachts nie in die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge schauen, sondern den Blick auf den rechten Strassenrand richten. Ist man trotzdem geblendet, sofort Tempo reduzieren und bremsbereit sein. | |
| Bei Sehschwäche immer eine Brille zum Auto- oder Motorradfahren tragen und eine Reservebrille im Handschuhfach bereithalten | |
| Entspiegelte Korrekturgläser erhöhen den Kontrast, vor allem nachts. | |
| Alle 2 bis 3 Jahre die Sehleistung testen lassen – unabhängig davon, ob man Brillen-/Kontaktlinsenträger ist oder nicht. | |
| Kurzfassung/ mögliche Bildlegende | |
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Vor-Sicht beim Autofahren: Eine gute Sehleistung ist wesentlich, um den komplexen Anforderungen im heutigen Strassenverkehr gerecht zu werden. Da die Verminderung der Sehleistung in der Regel unbewusst abläuft, empfiehlt der Schweizerische Augenoptikerverband allen Verkehrsteilnehmern/innen, ihr Sehvermögen alle zwei bis drei Jahre testen zu lassen.
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Wer gut sieht, fährt sicherer | |||||
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| Verschiedene Studien der letzten Jahre belegen, dass dem Sehen und der Wahrnehmung im Strassenverkehr eine entscheidende Rolle zukommt. Man geht davon aus, dass der Autofahrer rund 90% der wichtigen Informationen im Verkehrsablauf über das Auge bezieht. Gutes Sehen ist eine wichtige Voraussetzung, um Distanzen abschätzen zu können und Verkehrssituationen richtig zu beurteilen. |
| Was heisst gutes Sehen? |
| Die gesetzliche Minimalanforderung für das Lenken eines Fahrzeugs (ohne Sehhilfe) liegt bei einer Sehschärfe von Visus 0,6 auf dem einen und Visus 0,1 auf dem anderen Auge. Eine Sehschärfe von Visus 1,0 ist dabei kein Maximal-, sondern ein Durchschnittswert für normales Sehen. Jüngere Menschen haben zuweilen Werte von bis zu Visus 2,0. |
| Schlechte Sicht auf Schweizer Strassen |
| Der Gesetzgeber verzichtet nach der Erteilung des Lernfahrausweises bis zum 70sten Altersjahr auf weitere Sehtests. Man verlässt sich auf die Eigenverantwortung der Ver-kehrsteilnehmer/innen. Manche Leute scheinen bei soviel Freiheit offenbar überfordert. Die Sehtests, die von den Schweizer Augenoptikern (SOV) in den letzten Jahren durchgeführt wurden, sprechen eine klare Sprache. Im Durchschnitt (1993-96) konn-ten 15% der Verkehrsteilnehmer/innen die gesetzlichen Minimalanforderungen nicht erfüllen. Bei Personen über 60 Jahren hatten sogar 20% eine ungenügende Sehleistung. |
| Weiter sehen als Bremsweg |
| Von Fahrzeuglenkern/innen wird heute mehr denn je ein vorausschauendes Verkehrsverhalten gefordert. Die Hinweisschilder, Signale und Verkehrsleiteinrichtungen sind in den letzten Jahren immer zahl- und inhaltsreicher geworden. Die Entfernung, aus der eine Verkehrsinformation oder Gefahrensituation klar und deutlich wahrgenommen wird, muss so gross sein, dass eine entsprechende Reaktion rechtzeitig eingeleitet werden kann. Der Erkennungsabstand muss also grösser sein als der Bremsweg – sonst sind Kollisionen oder riskante Ausweichmanöver vorprogrammiert. Ein Beispiel: Ein Fahrzeug fährt mit 100 km/h auf einen gestürzten Motorradfahrer zu. Mit einer Sehschärfe von Visus 0,6 erkennt der Automobilist die Gefahr auf 130 bis 150 Meter Entfernung. Da der Bremsweg bei dieser Geschwindigkeit (und bei trockener Fahrbahn) rund 120 Meter beträgt, kann das Fahrzeug gerade noch rechtzeitig zum Anhalten gebracht werden. Beträgt die Sehschärfe des Fahrers weniger als Visus 0,6, kann es zu einer gefährlichen Situation kommen. Das Beispiel macht deutlich, wie wichtig eine intakte Sehschärfe im Strassenverkehr ist. Nur wenige Menschen können jedoch ihre eigene Sehleistung richtig einschätzen. Denn das Nachlassen der Sehkraft geht schleichend und für die Betroffenen kaum bemerkbar vonstatten. Deshalb sollten die Verkehrsteilnehmer/innen ihr Sehvermögen freiwillig alle zwei bis drei Jahre beim Augenoptiker überprüfen lassen, insbesondere ab dem 40sten Altersjahr. |
| Vorsicht bei Nacht und Dämmerung |
| Bei Dunkelheit ist für die Fahrzeuglenker/innen besondere Vorsicht geboten. Bei Nacht beträgt die Sehleistung des Menschen nur noch einen Zwanzigstel des Tageswertes. Hindernisse oder Fussgänger auf dem Zebrastreifen werden wesentlich später wahrgenommen als tagsüber. Kommen dann noch schlechte Sichtverhältnisse durch Regen, Nebel oder Blendung hinzu, wird es kritisch. Für eine ungenügende Sehleistung bleibt da kein Spielraum mehr. Bei Nachtfahrten mit dem Auto oder Motorrad kommt es auf eine gute Kontrastsehschärfe an. Wer sicher fahren will, sollte auch schwache Helligkeitsunterschiede – etwa einen dunkel gekleideten Fussgänger auf regennasser Fahrbahn - gut erkennen können. Man nennt diese Fähigkeit "Dämmerungssehen". Eine Einschränkung des Dämmerungssehens kommt nicht selten vor, oft auch bei Leuten, die tagsüber normal sehen und ohne Korrektion auskommen. Menschen, die davon betroffen sind, fühlen sich bei Nachtfahrten oft unwohl oder gar unsicher. Bei solchen Anzeichen sollte man immer den Augenoptiker aufsuchen. Für Brillenträger sind bei Dunkelheit entspiegelte Gläser zu empfehlen. Sie verhindern die Bildung von störenden Lichtreflexen und haben eine höhere Lichtdurchlässigkeit. In keinem Fall sollte man nachts mit getönten Gläsern unterwegs sein. Je nach Tönung wird nochmals ein erheblicher Teil des vorhandenen Lichts absorbiert – man sieht noch weniger. |
| Fahren im "schwarzen Loch" |
| Bei Nacht oder in der Dämmerung wird man als Lenker/in oft durch die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge geblendet. Es dauert danach einige Sekunden, bis sich das Auge wieder an die herrschenden Lichtverhältnisse gewöhnt hat. In dieser Zeitspanne sieht man sehr wenig, manchmal gar nichts. Viele Autofahrer haben deshalb das Gefühl, in ein "schwarzes Loch" hineinzufahren. Der Blendwirkung im Verkehr kann man nur schwer entgehen. Viele Fahrer/innen verhalten sich wie das Kaninchen vor der Schlange, ihr Blick ist auf die Scheinwerfer fixiert, gebannt schauen sie reflexartig in den Lichtkegel. Man sollte daher bewusst versuchen, seinen Blick am rechten Strassenrand zu halten und nicht direkt in die Scheinwerfer hineinzublicken. |
| Regelmässige Sehtests für die Sicherheit |
| Menschen mit reduzierter Sehleistung nehmen Verkehrsabläufe, Signalisationen und Gefahrenmomente oft ungenügend oder zu spät für eine adäquate Reaktion wahr. Ihre Manöver sind deshalb oft abrupt und unmotiviert. Damit stellen diese Verkehrsteilnehmer/innen ein ständiges Sicherheitsrisiko dar; sie gefährden sich selbst und andere. Das muss nicht sein. Im Gegensatz zu äusseren Einflüssen, lassen sich die meisten Fehlsichtigkeiten und Sehstörungen korrigieren. Der regelmässige Besuch beim Augenoptiker verhindert, dass sich unbemerkt Einschränkungen des Sehvermögens einschleichen. Wer gut sieht, fährt sicherer! |
Tips für gutes Sehen im Strassenverkehr
| Windschutzscheibe sauber halten! Verschmutzte Scheiben reduzieren die Sehleistung um 10 bis 25%. Bei Gegenlicht kann die Verschmutzung gefährliches Streulicht verursachen. | |
| Saubere und richtig eingestellte Scheinwerfer. Intakte Scheibenwischer. | |
| Nachts nie in die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge schauen, sondern den Blick auf den rechten Strassenrand richten. Ist man trotzdem geblendet, sofort Tempo reduzieren und bremsbereit sein. | |
| Bei Sehschwäche immer eine Brille zum Auto- oder Motorradfahren tragen und eine Reservebrille im Handschuhfach bereithalten | |
| Entspiegelte Korrekturgläser erhöhen den Kontrast, vor allem nachts. | |
| Alle 2 bis 3 Jahre die Sehleistung testen lassen – unabhängig davon, ob man Brillen-/Kontaktlinsenträger ist oder nicht. | |
| Kurzfassung/ mögliche Bildlegende | |
| Vor-Sicht beim Autofahren: Eine gute Sehleistung ist wesentlich, um den komplexen Anforderungen im heutigen Strassenverkehr gerecht zu werden. Da die Verminderung der Sehleistung in der Regel unbewusst abläuft, empfiehlt der Schweizerische Augenoptikerverband allen Verkehrsteilnehmern/innen, ihr Sehvermögen alle zwei bis drei Jahre testen zu lassen. | |
| Sonnenschutz - worauf Sie achten müssen |
| An blendend schönen, aber auch an leicht bedeckten Tagen kann eine Sonnenbrille wesentlich zu einer guten Sicht beitragen und zugleich vor belastenden UV-Strahlen schützen. Nach Einbruch der Dämmerung sollten generell keine Sonnenschutzbrillen mehr getragen werden; v.a. auch nicht bei nächtlicher Blendempfindlichkeit. | ||
| Europäische und Schweizer Normen legen fest, wann ein Sonnenschutzglashersteller seine Produkte als verkehrstauglich oder nachtfahrtauglich bezeichnen darf (u.a. DIN EN ISO 14889). Ein als verkehrstauglich geltender Filter muss im Minimum 8% des Lichts durchlassen. Bei Berufsfahrern sind als Limite 18% gefordert (SN EN 172). In unseren Breitengraden sind Gläser der Klassen 2 und 1 empfehlenswert. Gute Sonnenschutzgläser gibt es für Korrektions- und unkorrigierte Schutzbrillen sowie als Clipse, die auf Korrektionsbrillen aufgebracht werden können. |
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| Phototrope Sonnenschutzbrillen |
| Phototrope, d.h. bei zunehmender Helligkeit automatisch eindunkelnde Gläser sind im Strassenverkehr nur bedingt zu empfehlen. Ihre Eignung hängt sowohl von der Qualität und Reaktionsempfindlichkeit der Gläser als auch von den Umgebungsfaktoren ab (tunnel- und waldschattenreiche Bergstrasse bzw. freie Autobahn). |
| Achtung bei getönten Windschutzscheiben |
| Bei vielen Autos ist die komplette Fahrzeugverglasung, inklusive Frontscheibe leicht getönt, um die Innentemperatur bei Sonneneinstrahlung zu senken. Was am Tag angenehm ist und gegen Sonnenblendung vorbeugt, kann bei Einbruch der Nacht behindernd wirken: Für Fahrer/innen mit herabgesetzter Dämmerungssehschärfe schluckt diese Tönung zuviel Licht - bei stark geneigten Frontscheiben bis zu 33%. |
| Gute Sicht aus dem Auto |
| Moderne Fahrzeuge bieten meist eine gute Sicht aus der Fahrerposition und über moderne Scheinwerferanlagen. Für eine optimale Sicht aus dem Auto müssen dessen optische Komponenten gewartet, gepflegt und vor allem auch sauber gehalten werden. |
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| Frontscheiben / Windschutzscheiben | ||||||||||||||||||||||
| Schonung und Kontrolle: Genügend Abstand zum Vordermann ist eine der wichtigsten Sicherheitsvoraussetzungen im Strassenverkehr. Es schont zudem auch die Frontscheiben: Je näher am Heck eines anderen Fahrzeuges, desto mehr werden kleinste Steinchen und Dreckpartikel an die Frontscheibe geschleudert. Kleine Hicke fördern den Verschleiss des normalen Alterungsprozesses und beginnen, die Lichtstrahlen zu streuen. Lichtverlust und störende Blendeffekte sind die Folge. Beeinträchtigte Frontscheiben auswechseln lassen! Getönte Frontscheiben: Bei herabgesetztem Dämmerungssehvermögen unbedingt klare Frontscheiben-Ausführung ohne Tönung verlangen (bei Neukauf) bzw. nachträglich beim Autoglaser einbauen lassen. Reinigung Aussen: Schonend Reinigen - auch kleinste Kratzer summieren sich mit der Zeit zu optisch störenden Effekten. Tipps zum Reinigen von Hand: - Hartnäckigen Schmutz zuerst aufweichen statt mit Kraft abschaben - Schaum-Reinigungsmittel verwenden (Schmiereffekt) - Viel Wasser beim Abspülen verwenden |
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| Reinigung Innen: Frontscheiben müssen ab und zu unbedingt auch von innen gereinigt werden (z.B. mit Glasreiniger). Weichmacher-Ausdünstungen der beim Autobau verwendeten Kunststoffe und feine, an die Frontscheibe gewirbelte Staubteilchen schaffen einen dünnen Schmutzfilm, der als erheblicher Lichtfilter wirken kann. Rauchen im Fahrzeug verstärkt diese Schmutzfilmbildung noch beträchtlich. Eiskratzen im Winter: Kein wildes Hin-und-Her und kein Hacken aufs Packeis! Als bestes Vorgehen hat sich das folgende bewährt: Zuerst mit der geriffelten Seite des Eiskratzers von der Scheiben-Aussenseite zur Mitte hin arbeiten. Dann mit der glatten Seite die Scheiben von oben nach unten reinigen. | ||||||||||||||||||||||
| Scheibenwischer | ||||||
| Nur nass verwenden: Betätigen Sie die Wischer nie trocken, sonst schmirgeln sie Staub und Sandkörner über die Glasoberfläche. So entstehen kleine Kratzer, die Streulicht verursachen. Wartung: Achten sie darauf, dass die Gummilippen der Wischer in Ordnung sind. Bei Streifen- und Schlierenbildung sofort auswechseln und regelmässig neue Lippen einsetzen. Rattert der Wischer, stehen Wischerblatt oder -arm schief. Sofort reparieren lassen, sonst leidet die Sicht. |
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| Scheinwerfer | ||
| Ideale Scheinwerfer haben eine hohe Reichweite und eine gleichmässige, helle Breiten-Ausleuchtung. Erkundigen Sie sich beim Autokauf nach der Ausstattungsmöglichkeiten. Richtige Einstellung: Schlecht eingestellte Scheinwerfer lassen viel wichtige Verkehrinformation im Dunkeln verschwinden oder stören gar andere Verkehrsteilnehmer. Lassen Sie die Einstellung ihrer Scheinwerfer regelmässig überprüfen. Sauberkeit: Verdreckte Lampen nützen wenig. Reinigen Sie Scheinwerfer und Rücklichter möglichst häufig. Ggf. Anschaffung einer Scheinwerfer-Reinigungsanlage prüfen. | ||
| Rückspiegel | ||||||
| Der Innenspiegel sowie ein linker (Vorschrift) und idealerweise auch ein rechter Aussenspiegel helfen dem Autolenker beim Blick zurück. Diese Übersichtshilfen sind richtig einzustellen und entsprechend regelmässig und vor allen Manövern auch zu nutzen. Bei Blendung auf "Abblendstellung" wechseln (bei fast allen Fabrikaten möglich. |
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| Rechtliche Bestimmungen / Entwicklungen |
| Das Gesetz stellt je nach Führerausweistyp Mindestanforderungen an das Sehvermögen für Fahrzeuglenker/innen. Die Ausweistypen sind in drei Gruppen unterteilt: |
| Gruppe 1 | Führerausweis-Kategorie D |
| Gruppe 2 | Führerausweis-Kategorien D1, C, C1 Bewilligung zum berufmässigen Personentransport Fahrlehrerausweis-Kategorien I, II, IV Verkehrsexperten |
| Gruppe 3 | Führerausweis-Kategorien A, A1, B, B1, F, G, M Fahrlehrerausweis-Kategorie III |
| Übersicht der gesetzlichen Minimalanforderungen nach VZV, gültig per 1.4.2003 | |||
| Gruppe Ausweiskategorie |
3 A, A1, B, B1, F, G, M |
2 C, C1, D1 |
1 D |
| Sehschärfe minimal, ggf. mit Korrektur | 1. Auge: 0,6 2. Auge: 0,1 |
1. Auge: 0,8 2. Auge: 0,8 oder 1. Auge: 1,0 2. Auge: 0,6 |
1. Auge: 1 2. Auge: 0,8 |
| Gesichtsfeld horizontal |
Minimal 140° | Keine Einschränkungen | Keine Einschränkungen |
| Augen- Beweglichkeit |
Kein Doppelsehen | Kein Doppelsehen | Kein Doppelsehen |
| Stereoskopisches Sehen |
(nicht geprüft) | Keine wesentlichen Einschränkungen | Keine wesentlichen Einschränkungen |
| Pupillenmotorik | (nicht geprüft) | Prompte Lichtreaktion (beidseitig) | Prompte Lichtreaktion (beidseitig) |
| Spezial | Einäugige oder einseitig erblindete: Sehschärfe minimal 0,8; keine Einschränkung des Gesichtsfeldes | Aphakie (Linsenverlust) nur mit ganztägiger Korrektur mit Kontaktglas und Binokularsehen | Aphakie (Linsenverlust) nur mit ganztägiger Korrektur mit Kontaktglas und Binokularsehen; kein Schielen; kein Lagophtalmus; keine höhergradige Ptosis; keine Pupillenstarre Korrektion: max. 4 (konkav) bzw. 3 (konvex) Dioptrien; Astigmatismus max. 2 Dioptrien |
| Auch für das Führen von Motorfahrzeugen, die keinen Ausweis verlangen (z.B. Traktormäher) wird ein minimales Sehen gefordert (VZV Art. 6,2): Mindestschärfe einäugig von 0,2 ohne extreme Gesichtsfeldeinschränkung. |
| Der Sehtest beim Augenoptiker | |||||||||||
| Der für das Gesuch um einen Führerausweis nötige Sehtest (für alle 3 Gruppen) kann nur beim qualifizierten Augenoptiker oder beim Augenarzt gemacht werden. | |||||||||||
| Geprüft werden: | |||||||||||
| 1. | die Sehschärfe/der Fernvisus (jedes Auge einzeln, unkorrigiert und ggf. korrigiert) | ||||||||||
| Zusatzinformation |
| Diese Seite wurde am Dienstag, 18. September 2007 erstellt. |
| Letzte Aktualisierung am: Montag, 02. Juni 2008. |
| Samstag, 25. Mai 2013 |
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