Kategorien

Brillen

Sonnenbrillen

Adidas Sportbrillen

Alphorn Hornbrillen handgemacht von Urs Diepolder

Naturhornfassungen

Produktsuche
erweiterte Produktsuche Verwenden Sie Stichworte, um ein Produkt zu finden.
Hersteller
Neue Produkte
Brille 10

790,00 CHF

.

Das Sehen

HEADING_TITLE

Das Auge

Das Auge ist eines der faszinierendsten Organe des Menschen. Mit über 60 Mio. Nervenfasern direkt mit dem Gehirn verbunden, leisten unsere Augen fast unermüdlich Präzisionsarbeit: Ständig in Bewegung stellen sie sich nahezu verzugslos auf alles scharf, was wir genau zu sehen wünschen.
 
Das Auge ist das einzige Sinnesorgan, das wir gezielt ein- und ausschalten können  
 





 

Instrument der Wahrnehmung


Projektion steht Kopf
Wir bei einer Kamera wird auch im Auge das Abbild
höhen- und seitenverkehrt auf die Netzhaut projiziert.


Die schematische Funktionsweise der Augen lässt sich mit der einer computergesteuerten 3D-Kamera mit Autofocus und allen Schikanen vergleichen. Beide basieren auf den gleichen optischen Prinzipien wie jede konventionelle Kamera: Das Licht (mit der Bildinformation) wird durch ein Objektiv aufgefangen und auf ein Medium gebracht, wo es in eine andere Form umwandelt wird - in ein Bild auf einem Film, in Daten oder in Nervenreize.
 
Kamera
Objektiv Film / CCD-Sensor Entwickler / Monitor
Auge
Hornhaut und Linse Netzhaut / Sehzellen Gehirn
 
Im Unterschied zu einer Kamera ist das Auge kein passives Organ, sondern ein aktives Werkzeug unserer Wahrnehmung. Da braucht bloss etwas aus dem Augenwinkel das Interesse zu erregen: in Null-Komma-Nichts ist unser Blick - genauer das Zentrum des schärfsten Sehens - auf diesen neuen Reiz ausgerichtet. Meist unbemerkt verrichten die Augenmuskeln Präzisionsarbeit, ebenso der Zilarmuskel, der die Krümmung der Augenlinse steuert.
 




 

Anatomie des Auges


1 Glaskörper / corpus vitreum
2 Aderhaut / chorioidea
3 Netzhaut / retina
4 Netzhautgrube / fovea
5 Sehnerv / nervus opticus
6 Lederhaut / sklera
7 Hornhaut / cornea
8 Regenbogenhaut / iris
9 Pupille / pupilla
10 Augenlinse / lens cristallina
11 Kammerwasser / humor aqueus
12 Ziliarkörper / corpus cilare
 
 
Der rundliche Augapfel besteht aus dem Glaskörper, einer transparenten, gallertartigen Masse. Dieser wird von der Lederhaut umschlossen, die vorne in die uhrglasförmige, lichtdurchlässige Hornhaut übergeht. Unter der Lederhaut liegt die gefässreiche Aderhaut, welche das Auge mit Nährstoffen versorgt. Vorne geht die Aderhaut in die Regenbogenhaut über, in deren Mitte das "Guckloch", die Pupille, liegt. Hinter der Iris sitzt die Augenlinse, welche das durch die Pupille einfallende Licht durch den Glaskörper auf die dahinterliegende Netzhaut abbildet, welche die Sehzellen (Stäbchen und Zapfen) enthält. Direkt gegenüber der Pupille liegt die Netzhautgrube mit dem Bereich des schärfsten Sehens. Nasal davon, dort, wo der Sehnerv in die Netzhaut eintritt, verfügt diese über keine Sehzellen und ist daher lichtunempfindlich ("Blinder Fleck"). Der Bereich zwischen Linse und Hornhaut wird Augenkammer (eingeteilt in vordere und hintere Augenkammer) genannt. Sie ist mit dem Kammerwasser gefüllt, das diese Augenpartie versorgt.


Lage im Kopf: Von Natur aus gut geschützt, liegt das Auge in der Augenhöhle (Orbita) des Schädelknochens, umgeben von Muskel-, Fett- und Bindegewebe. Gegen störende Ausseneinflüsse schützen Lider, Tränen, Wimpern und Augenbrauen. Die Verbindung zwischen Auge und Lid schafft die Bindehaut; zur ständigen Reinigung der Augenoberfläche und als Schmierstoff zwischen Auge und Lid dient die Tränenflüssigkeit.
 

  Bewegt wird das Auge durch sechs Augenmuskeln, die an der Lederhaut tangential ansetzen.  
A äusserer gerader Muskel
B innerer gerader Muskel
C oberer gerader Muskel
D oberer schräger Muske
E unterer schräger Muskel
F unterer gerader Muskel
     


 

Vom Lichtreiz zum Bild

Vom Lichtreiz zum Bild: So funktioniert das Sehen
1 Eine Lichtquelle (Sonne) strahlt weisses Licht (das alle Wellenlängen des Spektrums enthält) auf ein Objekt (Beispiel: Tanne).
2 Die Tanne absorbiert (schluckt) alle Lichtwellenlängen bis auf diejenige, welche wir als Grün empfinden.
3 Der Lichtstrahl, der von der Tanne reflektiert wird, fällt auf die Netzhaut des Auges und regt dort die entsprechenden Sehzellen (Zapfen) an. Die Information über die Beschaffenheit des Lichtstrahls bzw. seiner Wellenlänge wird in Nervenreize umgewandelt.
4 Im visuellen Zentrum des Gehirns entsteht in unserer Wahrnehmung das Bild der Tanne.


Beim Sehen sind eine ganze Reihe von Gehirnbereichen aktiviert, sowohl was die Steuerung der Augen, als auch was die Auswertung und Aufbereitung der Bildinformation betrifft.

Jedes Auge wird von beiden Gehirnhälften kontrolliert, wobei die Nerven der Sehbahnen übers Kreuz verlaufen (Chiasma). Das Blickfeld jedes Auges ist senkrecht zweigeteilt. Der äussere Teil z.B. des linken Auges wird auch von der linken Hirnhälfte verarbeitet, der Teil nach Innen zur Nase hin jedoch von der rechten Gehirnhälfte.

Chiasma: Die Sehbahnen vom Auge zum Gehirn verlaufen übers Kreuz.
 
Der äussere Sehbereich des linken Auges wird von der linken Gehirnhälfte verarbeitet.   Der innere Sehbereich zur Nase des linken Auges wird von der rechten Gehirnhälfte verarbeitet.   Im Gesamtblick überlagern sich die Sehbereiche.  



Der Objektiv-Teil des Auges
Wenn ein Lichtstrahl ins Auge fällt, passiert er als erstes den Tränenfilm, die transparente Hornhaut und die mit dem Kammerwasser gefüllte vordere Augenkammer (1). Dabei wird der Lichtstrahl ein erstes Mal gebrochen und durch die Pupille gelenkt. Hinter der Pupille liegt die Augenlinse (2), die den Lichtstrahl ein zweites Mal bricht und auf die Netzhaut leitet (3). Während die vordere Augenkammer ein fixes optisches System darstellt, dient die über den Zilarmuskel in ihrer Form veränderbare Augenlinse der Naheinstellung (Autofocus). Auch der Öffnungsgrad der Pupille, welche den Lichteinfall regelt, hat einen leichten Einfluss auf die optimale Führung der Strahlen zum Punkt des bestens Sehens.
     
Den Objektivteil des Auges bilden:
1. Hornhaut (Schutz, hohe Brechkraft)
2. Pupille (regelt den Lichteinfall)
3. Augenlinse (regelt die Naheinstellung des Auges)

Der vordere Augenabschnitt oder Objektivteil des Auges sorgt dafür, Lichtstrahlen optimal auf die Netzhaut zu projizieren.
 
   
Klar wird in diesem Zusammenhang, dass die Hornhaut als erster Teil des Systems grossen Einfluss auf das Sehen hat. Ist sie gleichmässig oder unregelmässig zu stark gebogen, kann die Linse den Strahl nicht mehr optimal weiterleiten.

Wichtig ist auch die Transparenz und Flexibilität der Linse, die durch minimale Änderungen der Krümmung für die Feineinstellung der Brennweite sorgt. Die Flexibilität geht mit den Jahren altersbedingt verloren. Trübungen der Linse können Sehstörungen verursachen, und werden in ausgeprägter Form als Grauer Star (Katarakt) bezeichnet.
   


Der Projektionsraum (Glaskörper / Bulbus)
Das Medium zwischen dem vorderen Augenabschnitt und der Netzhaut ist der transparente Glaskörper. Er besteht grösstenteils aus Wasser, das durch eine komplexe Zellstruktur in einem flexiblen Gefüge von gel-artiger Beschaffenheit gehalten wird. Seine Aufgabe ist, das Auge in Form zu halten und dessen empfindlichen Teile vor Stössen und Erschütterungen zu schützen. Als Alterserscheinung verflüssigt sich der Glaskörper, so dass Glaskörperschlieren, auch fliegende Mücken genannt auftreten können - meist harmlose Erscheinungen, die beim Blick auf weisse Flächen wahrnehmbar sind.  
     
     
     
Die Filmebene des Auges (Netzhaut / Retina)
Der Pupille gegenüber liegt der Abbildungsraum des Auges, die Netzhaut oder Retina mit den Sehzellen, die Licht in Nervenreize umwandeln können. Obwohl die Netzhaut einen grossen Teil der Innenkugel auskleidet, sind die meisten Sehzellen um den Punkt gegenüber der Pupille angesiedelt. Hier ist das Zentrum des schärfsten Sehens, der grosse Rest der Retinafläche dient dem peripheren Sehen (wichtig für die visuelle Orientierung im Raum). Die Netzhautgrube (Fovea) ist dicht mit farbsensiblen Zapfen-Sehzellen bestückt und gegen direkte Bestrahlung durch eine gelbliche Zellschicht geschützt. Daher auch der Name Makula lutea oder Gelber Fleck.

Zwei Typen von Sehzellen sorgen auf der Netzhaut für die Umwandlung der Lichtwellen in Sinnesreize. Dafür enthalten die Zellen photosensible Farbpigmente, die beim Auftreffen eines Lichtstrahls zerfallen und eine bioelektrische Spannungsenergie erzeugen, welche wiederum als Nervenimpuls weitergeleitet werden können.

Die Zapfen (ca. 7. Mio. pro Netzhaut) sind vor allem beim Sehen am Tage im Einsatz. Sie sind in drei Ausführungen vorhanden, die auf kurz-, mittel- und langwellige Lichtstrahlen reagieren und deshalb auch als blau-, grün- und rotempfindliche Zapfen bezeichnet werden. Im Unterschied zu den Zapfen reagieren die in weit grösserer Anzahl vorhandenen Stäbchen (über 120 Mio. pro Netzhaut) nur auf Hell/Dunkel-Unterschiede und sind vor allem für das Nachtsehen von Bedeutung.



 
1 Makula, ca 5mm2, höchste Ansammlung von Zapfen
2 Stäbchen für Hell-Dunkel-Sehen, grösste Konzentration in einem Ring um die Makula herum
   


Fehlsichtigkeiten

 
Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit sind weit verbreitet -und weitgehend natürlich bedingt, d.h. angeboren, in der Anlage vererbt oder Folge des normalen Alterungsprozesses. Diese Fehlsichtigkeiten gelten nicht als Krankheit und können mit optometrischen Mitteln (Brillen oder Kontaktlinsen) in fast allen Fällen korrigiert werden.

Obwohl eine wachsende Mehrheit der Schweizer Bevölkerung Brillen oder Kontaktlinsen trägt, bedeutet dies nicht, dass die Menschen immer schlechter sehen. Vielmehr sind heute die Ansprüche an das gute Sehen gewachsen, sodass mehr Leute vorhandene Fehlsichtigkeiten korrigieren. Zudem trägt der steigende Altersdurchschnitt der Gesellschaft wesentlich zur wachsenden Sehhilfengemeinde bei.
 




 

Jede/r zweite braucht ein Brille oder Kontaktlinsen

Über die Hälfte der Bevölkerung trägt heute eine Brille oder Kontaktlinsen. Dies zeugt davon, wie wichtig gutes Sehen heute für Lernen, Arbeit und Alltag ist. Gutes Sehen in jeder Lebenslage zu ermöglichen, ist eine Aufgabe, welche die Augenoptik in fast jedem Fall erfüllen kann: mit optometrischen Methoden, die den Strahlengang des Lichts korrigieren, ohne die Augen physiologisch zu verändern.

Wann braucht man eine Sehhilfe? Massstab für das gute Sehen ist das individuelle Wohlbefinden. Ausser im Strassenverkehr und in bestimmten Berufen, wo eine gute visuelle Wahrnehmung lebenswichtig sind, gibt es keine Vorschriften, die von uns ein volles Sehvermögen verlangen. In vielen Fällen ist eine Sehkorrektion jedoch ratsam und ein persönlicher Gewinn. Für Kinder und Heranwachsende ist ein gutes Sehvermögen in jedem Fall eine wichtige Voraussetzung, nicht nur für Schule und Alltag: Damit sich das visuelle System eines Kindes richtig entwickeln kann, müssen seine Augen auch gut sehen können
.
Anteil Sehhilfenträger an CH-Bevölkerung 2001
Brille 51%
Brille/KL 5%
Kontaktlinsen 2%
Keine Sehhilfe 42%


   



 
Myopie (Kurzsichtigkeit)

Myopes Auge
Ein Auge ist kurzsichtig oder myop, wenn sein Fernpunkt nicht im Unendlichen, sondern in begrenztem Abstand vor dem Auge liegt. Meistens ist dies durch eine zu lange Baulänge des Auges bedingt

Beim Blick in die Ferne treffen sich die Lichtstrahlen vor der Netzhaut.
 
Myopie wird meistens durch eine zu lange Baulänge des Auges verursacht. In selteneren Fällen liegt ein im Verhältnis zur (korrekten) Baulänge stärkerer Brechwert des Auges vor. Die Länge des Auges ist angeboren und kann sich während der Wachstumsjahre verändern. Kurzsichtigkeit kann vererbt werden und birgt bei sehr hohem Grad auch gesundheitliche Risiken (Netzhautschäden). In seltenen Fällen kann sie auch durch Krankheiten verursacht oder verstärkt werden.

Auswirkungen auf die Sehschärfe
Das Sehvermögen sinkt mit wachsender Myopie exponentiell. Ein Reduktion auf 50% Sehschärfe kann schon bei einer Kurzsichtigkeit von -0,5 Dioptrien gegeben sein.
Abhängigkeit der relativen Sehchärfe (in%) bei zunehmender Myopie
   

Das visuelle System der Kurzsichtigen ist auf die Nähe ausgelegt, dazu kommt noch die Naheinstellfähigkeit (Akkommodation) der Augenlinse, so dass der Nahpunkt (= nächster Punkt, der noch deutlich gesehen werden kann) bei Myopen wenige Zentimeter vor den Augen liegen kann.

Myopie-Korrektion
Mit einer Minuslinse (in Form von Brillenglas oder Kontaktlinse) kann der Lichteinfall vor dem Auge so gesteuert werden, dass das Gesehene exakt auf der Netzhaut abgebildet wird.
   




 
Hyperopie (Übersichtigkeit)


 
Hyperopes Auge
Übersichtigkeit oder Hyperopie wird meistens durch eine zu kurze Baulänge des Auges verursacht. In selteneren Fällen liegt ein im Verhältnis zur (korrekten) Baulänge zu kleiner Brechwert des Auges vor.

Das hyperope Auge muss sich auch für den Blick in die Ferne stets durch Akkommodation (Naheinstellung der Augenlinse) anpassen. Ohne Akkomodation würde ein unscharfes Bild genau auf der Netzhaut, bzw. der gerader Blick in die Ferne hinter der Netzhaut abgebildet.
 
     
     
Quasi als Partner zur "Kurzsichtigkeit" hat der Volksmund den Begriff "Weitsichtigkeit" geschaffen. Dieser ist in dem Sinne irreführend, dass er eine spezielle Fähigkeit zum Sehen in die Weite andeutet. Während Kurzsichtige auf nahe Distanzen zum Teil besser sehen als Normalsichtige, haben Übersichtige, so der korrekte Begriff, keine besondere Fähigkeit zum in die Ferne sehen. Sie müssen ihre Augen bei jedem Blick - ob in die Ferne oder in die Nähe - über die Augenlinse feineinstellen (Akkommodation).

Leichtere Übersichtigkeiten können vom visuellen System in jungen Jahren oft gut kompensiert werden - durch eine verstärkte Sehanstrengung notabene, die wie alle pysiologischen Abläufe des Sehens unbemerkt und nahezu unkontrolliert vonstatten geht. Bei ausgeprägteren Hyperopien oder mit zunehmendem Alter fordert diese Anstrengung ihren Tribut: meist durch frühe Ermüdung, Augen- und Kopfschmerzen, aber auch durch Nacken- und Rückenschmerzen.

Hyperopie ist in den meisten Fällen angeboren und zu einem gewissen Grad vererbbar. Gerade weil sie in jungen Jahren oft unbemerkt bleibt, gilt ihr bei augenoptischen Untersuchungen ein besondere Aufmerksamkeit.Ein starkes Kompensationsverhalten in der Kindheit kann zu späteren Problemen
     
Hyperopie-Korrektion
Mit einer Pluslinse (in Form von Brillenglas oder Kontaktlinse) kann der Lichteinfall vor dem Auge so gesteuert werden, dass das Gesehene exakt auf der Netzhaut abgebildet wird
   




 
Astigmatismus (Hornhautverkrümmung)

Die Hornhaut leistet den grössten Beitrag zur Brechkraft des Auges. Sie ist beim rechtsichtigen Auge gleichmässig gekrümmt, so dass die Strahlen aus allen Einfallspunkten genau auf die Netzhautgrube fallen. Unregelmässigkeiten in dieser Krümmung bewirken ein verzerrtes Netzhautbild, bei dem ein punktförmiges Objekt strich- oder stabförmig erscheint. Die Hornhautverkrümmung ist meistens angeboren, aber auch Narben nach Hornhautverletzungen können einen Astigmatismus auslösen.
 
Astigma = punktlos
Ein Punkt wird verzerrt als Strich dargestellt, daher auch Stabsichtigkeit genannt. Astigmatische Verkrümmungen können sowohl an der Hornhaut-Vorderfläche wie auch an der Rückfläche sowie bei der Augenlinse vorkommen.

  Astigmatische Verkrümmungen können sowohl an der Hornhaut-Vorderfläche wie auch an der Rückfläche sowie bei der Augenlinse vorkommen.
       
Im Längachsen-Meridian (A) wird das Licht stärker gebrochen als im Querachsen Meridian (B)
     
Ein Punkt wird in A und B an unterschiedlicher Stelle und daher in Kombination von A und B als Strich dargestellt


Die Korrektion durch eine astigmatische Linse führt die Brennpunkte in beiden Achsen wieder übereinander.
     
Je nach Art und Ausrichtung der Krümmungsfehler unterscheidet man verschiedene Formen von Astigmatismus (regulär und irregulär; mit der und gegen die Regel). Da das Auge von Natur her keine perfekte Kugelform hat, "leidet" jeder Mensch unter einem leichten Astigmatismus, den unser visuelles System jedoch unmerklich korrigieren, bzw. kompensieren kann.

In ausgeprägterer Form wirkt ein Astigmatismus jedoch sehbehindernd. Die Korrektur erfolgt durch eine Brille mit speziell geschliffenen Zylindergläsern oder entsprechende Kontaktlinsen. In speziellen Fällen können massgeschneiderten Kontaktlinsen oder eine Hornhautverpflanzung (Keratoplastik) helfen.

Im Brillenrezept- bzw. Kontaktlinsenpass wird der astigmatische Korrektionswert in Zylinder (cyl.) und Achse (A.) angegeben.
     
   
Torische Brillengläser
oder Kontaktlinsen mit unterschiedlichen Wölbungsradien können astigmatische Verzerrungen ausgleichen (schematische Darstellung).
 
   


Augenoptik

 

Menschen zu gutem Sehen zu verhelfen, ist eine umfassende Aufgabe, die mit der genauen Vermessung der Fehlsichtigkeit beginnt und beim Service für die Brille oder bei den Nachkontrollen für Kontaktlinsenträger/innen endet. Das Ziel ist gutes, angenehmes Sehen und selbstverständlich auch gutes Aussehen. Vorliegendes Kapitel konzentriert sich auf die fachlich-optometrische Tätigkeit des Augenoptikers.



 

Bestimmung der Fehlsichtigkeits-Korrektion

Mit Refraktion (= Lichtbrechung) ist in der Augenoptik die optometrische Korrektionsbestimmung gemeint, die zur Anpassung von Brillengläsern oder Kontaktlinsen notwendig ist. Ziel einer Refraktion ist in der Regel, die vorhandenen Sehschwächen auszugleichen bzw. die volle Sehfähigkeit des Auges sowie ein müheloses Sehen über alle Distanzen sicherzustellen.

Je nach Situation und Bedürfnis des Klienten werden in der Optometrie neben allgemeinen auch spezielle Sehsituationen geprüft und berücksichtigt . Vor allem im Bereich der täglichen Arbeit und des Sports (Arbeitsplatz- bzw. Sport-Optometrie) sind oft ganz individuelle Lösungen gefragt. Entsprechend spezialisierte Augenoptiker/innen verfügen über das nötige Know-how und geeignete Testeinrichtungen.

Objektive Verfahren: Mit Messgeräten wie Autorefraktometer, Skiaskop oder dem Ophthalmometer zur Messung des Hornhaut-Krümmungsradius können eine Reihe von Werten ohne aktive Mithilfe des Klienten erhoben werden.

Die Optometrie (von gr. Ops/Auge und metron/messen) ist die Wissenschaft, mit augenoptischen Verfahren Sehfehler festzustellen, zu vermessen und mittels physiologischer Sehhilfen (Brillen, und Kontaktlinsen) zu mildern, auszugleichen oder zu korrigieren.
 
Die optometrische Prüfung, Messung und Beurteilung der visuellen Funktionen ist eine unumgängliche Voraussetzung zur Sehhilfen-Anpassung.
 
Die Optometrie ist eine Dienstleistung der Augenoptik, die auf einer langjährigen, fundierten Ausbildung beruht. Ziel ist die Anpassung einer Sehhilfe für ein gutes, beschwerdefreies Sehen.
 
Stellen Augenoptiker/innen im Zuge ihrer Messungen Auffälligkeiten fest, die auf eine gesundheitliche Anomalie hinweisen könnten, sind sie angehalten, die betroffenen Kunden an einen Augenarzt zu überweisen.
Objektive
Korrektionsbestimmung
 
Subjektive Verfahren: Bestimmung und Verbesserung der Sehschärfe mittels Messgläsern, die dem Klienten vorgehalten werden, bis ein gutes, angenehmes Sehen erreicht ist.

   
Subjektive
Korrektionsbestimmung
   
Die Praxis zeigt, dass objektive Verfahren alleine nicht ausreichen, eine optimale Sehhilfe anzupassen. Sehen ist eine individuelle Wahrnehmung mit subjektiven Voraussetzungen und Bedürfnissen - das Annäherungsverfahren mit Messgläsern durch eine/n kompetente/n Augenoptiker/in bringt daher die besten Ergebnisse. Das Resultat einer Korrektionsbestimmung ist das Brillen- oder Kontaktlinsenrezept, aufgrund dessen die Sehhilfe angefertigt oder ausgewählt wird.
 




 
Brillenrezept und Kontaktlinsenpass

Die in der Refraktion ermittelten optometrischen Korrektionsdaten werden im "Brillenrezept" oder im "Kontakt-linsenpass" für jedes Auge (R, L) festgehalten. Der dabei verwendete Wert dpt für Dioptrie, ist die Masseinheit der optischen Brechkraft zur Angabe der Abweichungs- bzw. Korrektionswerte.

Die sphärischen Werte (Sph.) geben Auskunft über Kurzsichtigkeit (minus) oder Übersichtigkeit (plus); die Angaben zu Zylinder (Cyl.) und Achse (A.) bezeichnen astigmatische Korrektionswerte (umgangssprachlich "Hornhautverkrümmung") und die Addition (Add.) zeigt eine allfällige zusätzliche Nahkorrektur des Glases oder der Linse auf. Liegen unterschiedliche Additionswerte für die beiden Augen vor (was nur selten der Fall ist), werden Fern- und Nahkorrektion für jedes Auge separat aufgeführt.

Im Beispiel-Rezept 1 bedeutet dies eine Fernkorrektion von + 1,0 dpt rechts und + 1.25 dpt links mit einer Nahkorrektion von + 2 dpt rechts und + 2,25 dpt links. Zudem wird in diesem Rezept auch eine beidäugige Hornhautverkrümmung korrigiert.

Kurz- oder Übersichtig?
Spärische Werte:
Pluswerte (Sph.) = Übersichtig
Minuswerte (Sph.) = Kurzsichtig
 
Hornhaut-Verkrümmung?
Cylindrische Werte:
Mass (Cyl.) mit plus oder minus sowie Achsenlage (A.) in Grad
 
Lesehilfe?
Werte Nahsicht-Korrektion:
Unterschied zwischen Fern- und Nahsichtstärke als Addition (Add)
 
 
 
 
Beispiel-Rezept 1
Leicht übersichtig mit Hornhautverkrümmung und beginnender Alterssichtigkeit
         
Sph.
Cyl.
A.
 
R
+ 1.0 - 0.5 23°  
L
+ 1.25 - 0.25 150°  
Add
1      
         
 
Beispiel-Rezept 2
Stark kurzsichtig, einseitige Hornhautverkrümmung links
         
Sph.
Cyl.
A.
 
R
- 4.25 - -  
L
- 6 - 0.5 12°  
Add
-      
         
     
Beispiel-Rezept 3
Lesebrille bei leichter Kurzsichtigkeit auf dem linken Auge
         
Sph.
Cyl.
A.
 
R
- - -  
L
- 0.75 - -  
Add
1.25      
         
   




 
Kontaktlinsen-Anpassung

Auch bei einer Kontaktlinsen-Anpassung ist die optometrische Bestimmung der Korrektionswerte ein wesentlicher Teil des Vorgangs. Darüber hinaus muss die/der Augenoptiker/in noch eine Reihe weiterer, für das Tragen von Kontaktlinsen relevanter Aspekte am Auge abklären wie z.B. die Beschaffenheit der Hornhaut und der Tränenflüssigkeit.

Erst wenn sich der Anpasser über den Zustand der Augen genau ins Bild gesetzt hat, kann er den jeweils idealen Linsentyp bestimmen bzw. empfehlen

Auch wenn es nur um eine bunte Linse zu kosmetischen Zwecken geht: Kontaktlinsen gehören erst nach einer fachmännischen Abklärung und Anpassung auf das Auge.
Die neuen Träger mit allem nötigen Wissen zur Handhabung zu instruieren und den Sitz sowie die Verträglichkeit der Linsen regelmässig zu kontrollieren, runden die augenoptische Dienstleistung der Kontaktlinsenanpassung ab.
     


 
Screening-Tests

Ergänzend zu den Untersuchungen für die individuelle Korrektionsbestimmung und Kontaktlinsenverträglichkeit bieten Augenoptiker ihren Kunden verschiedene Screening-Tests an, wie zum Beispiel:
Atteste für die Erteilung des Lernfahrausweises
Kontroll-Sehteste für Verkehrsteilnehmer/innen
Prüfung des Farbsehens
berührungslose Augeninnendruck-Messung (Tonometrie)
Gesichtsfeld-Messungen (Perimetrie).
 
Screeningstests dienen dazu, im Rasterverfahren ausgewählte Werte zu überprüfen. Tonometrie z.B. dient der Vorbeugung gegen Formen der Augenerkrankung Grüner Star (Glaukom), die mit einem erhöhten Augeninnendruck einhergehen. Die Tonometrie ermöglicht keine Diagnose, sondern liefert lediglich allfällige Hinweise für eine nähere medizinische Abklärung.

 
Non-Contact-Tonometer
Messgerät zur berührungs- und schmerzfreien Messung des Augeninnendrucks

 

 

Brillen

   

Brillen kennt der Mensch schon seit Jahrhunderten. Früher trugen sie die Reichen und Gelehrten, heute muss hierzulande niemand mehr auf ein gutes Sehen verzichten. Manche hadern mit der Sehhilfe im Gesicht (und wechseln auf Kontaktlinsen), viele lieben ihre Brille als unverzichtbares persönliches Accessoire. Vorliegendes Kapitel konzentriert sich auf die physikalisch-optischen Eigenschaften der Brille, d.h. auf die Wirkungsweise der verschiedenen Brillengläser und behandelt das Thema Brillenfassung nur in diesem Zusammenhang.

Wer gut sieht, hat mehr vom Leben

Über die Hälfte der Bevölkerung trägt eine Brille oder Kontaktlinsen. Das ist nicht etwa eine Degenerationserscheinung, sondern eine vernünftige Anpassung an die wachsenden Ansprüche an unser wichtigstes Sinnesorgan, die Augen. Nur wer gut sieht, sieht all das, was er im Verkehr, im Beruf oder in der Freizeit sehen muss und will. Die Augenoptik hält mit dieser Entwicklung Schritt. Neue Materialien und technische Entwicklungen bieten heute hohen Sehkomfort und damit eine bessere Lebensqualität.

Behalten Sie Ihre Augen im Auge
Jedes Auge verändert sich im Laufe der Zeit. Periodische Überprüfungen sind deshalb angebracht, ob Sie nun eine Brille tragen oder nicht. Nur ein optimal funktionierendes Auge kann die aussergewöhnlichen Leistungen erbringen, die wir ihm täglich abverlangen. Für Brillenträger gilt als Richtwert eine Kontrolle alle zwei Jahre, für alle anderen sind sporadische, ab dem 45. Altersjahr regelmässige Kontrollen angezeigt. Testen Sie sich zwischendurch hie und da selbst und vergleichen Sie sich mit andern Personen. Wer kann jene Firmenanschrift dort hinten lesen? Wer kann das Kleingedruckte auf der Schachtel noch entziffern? Noch besser ist es, Sie schauen beim Augenoptiker rein. Er hat die geeigneten Geräte, um Ihre Sehleistung genauestens zu prüfen.

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen nutzen heute 6 % aller Sehhilfenträger, der Trend nimmt zu. Neue Linsensysteme (siehe auch Kästen unten) machen den Umgang mit Kontaktlinsen immer einfacher. Wesentlich ist bei allen Kontaktlinsentypen, dass sie fachgerecht und mit der nötigen Geduld angepasst werden. Ein seriöser Augenoptiker m
Zusatzinformation
Diese Seite wurde am Dienstag, 18. September 2007 erstellt.
Letzte Aktualisierung am: Dienstag, 26. August 2008.
Zurück
Warenkorb
Menge: Artikel-Nr.

Der Warenkorb ist leer!
Anmelden
E-Mail Adresse:
Passwort:
Sind Sie Neukunde?
Passwort vergessen?
Infos zum Sehen
10 Schminktipps
Altersbedingte Makuladegeneration
Augenkrankheiten
Das Sehen
Die Geschichte der Brille
Gute Sicht beim Velofahren
Gutes für Ihre Augen
Kosmetik und Kontaktlinsen
Müde Augen
Oakley Sonnenbrillen Gläser
Optiker Günstig und fair
Optikergeschäft in Zürich
Sehen am PC-Arbeitsplatz
Sehen im Autoverkehr
Sonnenschutz
Tipps für Kontaktlinsenträger
Weltneuheiten
Krankenkassenbeitrag
Top-Qualität von Diepolder Optik
Hörgeräte Technologien
Hörgeräte im Vergleich
Information
AGB
Impressum
Datenschutz
Versandbedingungen
Zahlungsbedingungen
AGB's für Kontaktlinsen
Währungen
Sprachen