Wollenweber Hornline
Inhaltsverzeichnis
PORTRÄT
DESIGN UND DESIGNER |
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Büffelhorn stammt vom Gehörn verschiedener
Büffelarten, z.B. asiatischer Wasserbüffel.
In Asien und Afrika werden über 80 Mio.
Wasserbüffel als Haustiere - vergleichbar
unserem Rind - gehalten. Diese Haustiere liefern
quasi als Nebenprodukt das hochwertige
Naturmaterial, aus dem bei Wollenweber
hornline exklusive Brillenfassungen hergestellt
werden. Als Naturmaterial allein verarbeitet
oder veredelt mit anderen Naturmaterialien wie
z.B. Holz, Seide, Hanf oder Fischhaut sind die
Wollenweber-Fassungen zumindest zu jeder
Messe eine Schlagzeile wert. In diesem Jahr sind
es die letzten DM- und die ersten Euro-Brillen.
Wollenweber hornline
„lch will zeigen, was man mit diesem wundervollen Werkstoff machen kann
und dem Augenoptiker die Angst vor der Behandlung der angeblich so schwierigen
Büffelhorn-Fassungen nehmen," beschreibt Dieter Wollenweber seinen
Drang, immer wieder eine neue Verbindung mit Horn zu suchen. Für ihn ist
es auch selbstverständlich, sich den Optiker in die Werkstatt zu holen
und ihm zu zeigen, wie man mit diesem Material auch mit günstigsten Mitteln
umgehen kann. Er hat ungeheuer viele Ideen und geht mit offenen Augen durch
die Gegend. „Die Welt ist voller spannender Materialien," sagt Dieter
Wollenweber, der schon mal bei einem Buchbinder in Amsterdam fündig wurde,
„man muß sie nur sehen."
Angefangen hat das alles vor 28 Jahren, einen Zeitraum, den er als seine immerwährende
Lehre bezeichnet. 1972 fing Dieter Wollenweber als Brillenmacher bei Coeln-Optik
an. Damals wurde noch mit Schildpatt gearbeitet. Seine Aufgabe war, auch aus
den allerkleinsten Stückchen puzzleartig Platten zu erstellen. Sein Lehrmeister
Karl-Ileinz Albrecht gilt heute als Urvater der Hornbrillen in der Eifel. Der
ursprünglich aus Rathenow stammende Werkzeugmacher für Brillen, arbeitete
seit 1966 in der Fifel als Brillenmacher und vermittelte die Liebe zum Beruf
in seiner Abteilung bei Coeln-Optik. Heute arbeitet der inzwischen 71-Jährige
noch stundenweise bei Dieter Wollenweber in der „Krankenabteilung".
Er repariert mit großer Geduld und Sorgfältigkeit Naturhorn-Fassungen.
Mit dem Artenschutz-Abkomnien hatte die Verarbeitung von Schildpatt ein Ende.
Bevorzugter Werkstoff wurde nun Büffelhorn. Dieter Wollenweber arbeitete
inzwischen bei Team Optik in der Schweiz und lehrte dort den Hornbrillen-Bau.
1982 beschloss er, sich selbständig zu machen. Erste Anfänge im ehemaligen
Kuhstall seines Onkels gestalteten sich eher bescheiden.
Mit Bandsäge und selbstgebauter Presse baute er Platten, die von Hand geschliffen
anschließend in die Schweiz verkauft wurden.
So schaffte er eine kleine finanzielle Grundlage, erstand damit die erste Maschine
und fing an, seine Brillen zu fertigen. Diese wurden dann an die Firma Rössle
in der Schweiz verkauft. Sie liefen unter dem Label 'Röössle', so
dass es Dieter Wollenweber relativ schwer hatte, anschließend seine Brillen
in Eigenregie zu verkaufen. Die Brillen waren bekannt, der Name Wollenweber
(noch) nicht.
Das änderte sich schnell. „In der Schweiz hatte ich relativ wenig
Schwierigkeiten, meine Brillen zu verkaufen. Dort war der Werkstoff Horn schon
bekannt. Der deutsche Augenoptiker musste den Umgang mit dem Material erst lernen.",
erzählt Dieter Wollenweber. Inzwischen arbeitet die Firma mit 250 Schweizer
und vielen deutschen Augenoptikern zusammen. Sie sind in den besten Läden
vertreten. Man legt größten Wert auf absolute Qualität, der
Service ist beispielhaft. Wichtigstes Ziel ist die Zufriedenheit der Augenoptiker
und eine Aufklärung über den Werkstoff. Für Dieter Wollenweber
ist es eine Selbstverständlichkeit, auch mal eben ins Auto zu springen
und mehrere hundert Kilometer zu fahren, um einem Kunden vor Ort behilflich
zu sein. Selbst die besorgte Frage, „ob denn da BSR drin sei", wird
ernst genommen und beantwortet.
Selbstverständlich ist der Chef in der Werkstatt anzutreffen unter Mitarbeitern,
von denen jeder schon mindestens 12 Jahre bei der Firma ist. „Hier arbeitet
der Chef", wird dann auch gern gefrozzelt. Dieter Wollenweber will nie
den direkten Draht zum Werkstoff verlieren und jeden Arbeitsprozess im Schlaf
beherrschen. Wenn er dann sagt „ich lebe für die Sache", muß
man ihm einfach glauben. „Wenn ich morgen zwei Leute bekommen könnte,
die mit Horn umgehen können, würde ich die sofort einstellen,"
sagt er dann auch. Zum mühseligen Anlernen ist keine Zeit, jeder ist hier
rund um die Uhr voll beschäftigt.
Dieter Wollenweber ist immer bemüht, mit seinen Ideen ins Gespräch
zu kommen. Das schafft er auch leicht. Eine
Hornfassung mit Fischhaut aus selbstverständlich nicht artengeschütztem
Vorkommen zu veredeln, war ebenso seine Idee wie die ersten Fassungen aus Mammut
zu fertigen. Seine Einfälle zu solchen Aktionen holt er sich bei Kurzreisen,
aus alten Büchern oder der Zeitung.
Die europäische Währungsumstellung veranlasste ihn, die erste Euro-Brille
zu bauen, d.h. durchsichtiges Horn mit einer der neuen Euro-Scheine bzw. einer
farbigen Kopie derselben zu unterlegen. Selbstverständlich kann er das
für jede andere Währung auch darstellen. Wer den „Stolz"
auf sein Vaterland bzw. dessen Währung auf der Nase tragen möchte,
ist mit der Firma Wollenweberr auch hier gut beraten.
Nachfolgeprobleme gibt es im Hause Wollenweber nicht. Die älteste Tochter
will den Betrieb übernehmen. Aber bis dahin lebt Dieter Wollenweber weiter
„für die Sache" und man darf gespannt sein auf seine nächsten
Einfälle.
Ursprungsländer des
Horns: |
Farben: |
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| Indien ( Indischer Wasserbüffel) |
Braun, Braun-weiß, schwarz Schwarz-weiß |
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| Südamerika (Amerikanische Longhorns) |
weiß, grau meliert |
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| Afrika (Afrikanische Longhorns) |
weiß, grau meliert |
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Rohhörner werden aufgeschnitten und in heißem Oel aufgepreßt.
Anschließend auf Größe 160 x 65 x 8 mm geschnitten und geschliffen.
Zusammensetzung entweder Büffelhom Natur, Büffelhom mit Seide, oder
Büffelhom mit verschiedenen Holzfurnieren, auch Intarsien mit 18 ct. Gold.
Es werden bis zu 7 Schichten im Sandwichverfahren aufeinandergebracht. Die oberste
Deckschicht besteht immer aus einer dünnen, transparenten Schicht Büffelhom
(kein Kunststoff ).
Fertige verklebte Platten werden gefräst ( Kopierfräse), anschließend
von Hand geschliffen und geschabt. Dann werden sie in speziellen Holztrommeln,
die mit Schleifmehl und Holzstück gefüllt sind, nochmals geschliffen
(Dauer dieses ,Verfahrens 48 Std.).
Nach dem Trommeln werden die Bügel montiert, von Hand plangearbeitet und
auf Hochglanz poliert. Anschließend erfolgt die Verglasung und die Gravur
der Bügel sowie die Endkontrolle.
Da die Fassung zu 85% von Hand entstehen sind wir in der Lage, Sonderanfertigungen
jeglicher Art zu fertigen (weiter Steg, länger Bügel, größere
Scheibe, sowie gänzlich andere Formen). Aufgrund der Materialbeschaffenheit
und der Verarbeitung ist jede Brille ein Unikat.
Eigenschaften: Hoher Tragekomfort ( leicht, hautfreundlich, atmungsaktiv ),
Formstabil, bei entsprechender Pflege sehr langlebig und mit geringem Aufwand
jederzeit reparabel.
Natur, Tradition und Technik
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Die Wollenweber Homline GmbH ist seit nunmehr über zehn Jahren mit Hauptsitz
und Produktionstätte in Bodenbach Vulkaneifel ansässig. Ihr schließt
sich die Wollenweber AG in der Schweiz als Vertriebsgesellschaft an. ,
Die meisten Kollektionen stammen aus der hand des Firmengründers Dieter
Wollenweber, Dabei überrascht er seine Kunden immer wieder mit technischen
Innovationen bei gleichzeitiger Verwendung traditioneller und hochwertiger Materialien.
Die Brillen sind mit Horn, Seide, Edelholz, Gold oder Platin gefertigt, was
insbesondere der Tragbarkeit bei Hautallergien zu Gute kommt.
Dem schult bedrohter Tierarten wird hierbei bewußt Rechnung getragen.
Die Fa. Wollenweber verwendet nur Horn von Rindern und Büffelhom aus Afrika,
Asien und Südamerika, die dort als Nutztieren gehalten werden. Kunststoffe
werden nicht benutzt.
Modischer Chic und Zeitlose Eleganz sind wichtige Kriterien für das Entstehen
echter Wollenweber-Kreationen. Die gesamte Produktpalette beinhaltet ein Repertoire
von klassischen bis hin zu jugendlich frechen Modellen. Saubere handwerkliche
Ausführung und die besondere Beschaffenheit der Rohstoffe machen dabei
jede Brille zu einem Einzelstück. Ein Blick auf die Details unterstreicht
diese Philosophie.
Ein enger Kontakt zum Abnehmer- ist erwünscht und wird gefördert.
So werden Serviceleleistungen wie zum Beispiel Reparaturen umgehend erledigt.
Auch die bei jeder Seiden- und Homfassung materialbedingt einzigartige Oberflächenfarbigkeit
und Musterung macht eine genaue Rücksprache zwischen Hersteller und Optiker
erforderlich. Dieser vermeintliche Mehraufwand allerdings bürgt für
Qualität und ermöglicht es, exklusiven Kundenwünschen zu entsprechen.
Besteht Bedarf nach Modellen eigener' Vorstellung, so werden diese nach Auftrag
gefertigt.
Die Produkte im Überblick
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Hornfassungen
Hornfassungen mit Seide und/ oder Edelholz kaschiert
Honfassungen mit Gold oder Platineinbindung
Sonderanfertigungen auf Anfrage
DIE GESCHICHTE DER VERARBEITUNG
VON BUFFELHORN
ZU BRILLENFASSUNGEN |
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Zunächst einige Worte zur Geschichte der Büffelhornbrille.
Die Verarbeitung von Naturmaterialien zu Brillenfassungen ist so alt wie die
Brille selbst.
Begonnen hat alles mit den Lesesteinen, die, wie wir wissen, wegen des kleinen
Blickfeldes und der schlechten Abbildung nicht gerade optimal waren. So kamen
findige Handwerker auf die Idee die Vergrößerungsgläser näher
ans Auge zu bringen und es wurden Möglichkeiten gesucht, Fassungen für
diese neuartigen Augengläser zu erstellen.
Zunächst boten sich wegen der leichten Beschaffung und der problemlosen
Verarbeitung Holz und Leder als Grundmaterialien an. Das daraus entstandene
„Brillendesign" ist für unsere an maschinelle Präzisionsarbeit
gewohnten Augen jedoch noch eher befremdlich.
Schon bald versuchten Handwerker Brillenfassungen aus Schildpatt und Elfenbein
herzustellen und das mit beachtlichem Erfolg. Sie stellten Hornplatten her und
sägten die Fassungsteile aus, eine Fertigungstechnik, die wir heute kaum
verändert immer noch anwenden.
Vergleichen wir ihre Designideen mit unserer heutigen Retro-Brillenmode, werden
weitere Parallelen mit der Vergangenheit offensichtlich.
Der Wert der Brillenfassungen, gerade aus so edlen Materialien wie Schildpatt
und Elfenbein, war damals unschätzbar.
So war es Vorrecht der Gelehrten, Mönche und Könige Brillen aus diesen
edlen Materialien zu tragen.
Diese wußten natürlich ihre gesellschaftliche Stellung, ihre Macht
und ihren Reichtum nicht zuletzt über das zur Schau stellen.dieser.Kunstobjekte
zu demonstrieren.
So ist es beispielsweise überliefert, daß beim Einzug Philip 5. in
Madrid all seine 500 prachtvoll gekleideten Hofdamen mächtige Brillen aus
Schildpatt getragen haben, um die Macht ihres Monarchen zu demonstrieren. Ein
Propagandafeldzug in Schönheit und Grazie ganz ohne waffenstarrendes Gerät.
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, diese jahrhundertealte Tradition der Brillenmacher
fortzusetzen.
Nicht, daß wir im Zeitalter der Technik auf Kosten der Produktqualität
auf gewisse technische Hilfsmittel verzichten würden, denn auch wir bedienen
uns gerade bei der Verbindung der Hornplatten und beim Schleifen der Platten
eigens von uns zu diesem Zweck gebauter Maschinen.
Doch eine vollautomatische Massenproduktion wie in anderen Brillenfabriken wird
es bei uns nie geben.
Wir legen Wert auf handwerklich hochwertige Arbeit und lassen unseren Kunden
so viele Freiheiten wie möglich, um dem Brillenträger individuelle,
nach modischen und anatomischen Gesichtspunkten optimale Brillen- fassungen
anbieten zu können.
Für den Handel sehen wir mit unseren Produkten die Möglichkeit Kunden
zufriedenzustellen, für die eine Brille noch mehr ist, als eine industriell
gefertigte normgerechte Massenware.
VORSTELLUNG DES UNTERNEHMENS
WOLLENWEBER HORNLINE GMBH |
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Wir haben die Firma Wollenweber hornline mit ihren inzwischen 15 Mitarbeitern
und 8 Vertriebsmitarbeitern auf 5 Standbeine gestellt, die wir als Basis für
unser unternehmerisches Handeln sehen.
Grundpfeiler ist der Unternehmer Herr Wollenweber selbst:
Herr Wollenweber hat in einer Garage begonnen zunächst nur Platten aus
Schildpatt und später aus Büffelhorn herzustellen. Dabei hat er immer
neue Ideen entwickelt, wie Materialien anders zusammengestellt und fester miteinander
verbunden werden können.
Er war der Erste, der Hornplatten mit einer Holzkaschierung versehen hat und
damit die Büffelhornbrille in ihrer Vielfältigkeit weiter aufgewertet
hat.
Vor 14 Jahren hat er dann seine heutige Firma gegründet und es sich damit
zur Lebensaufgabe gemacht, die Tradition der Herstellung von Büffelhornbrillen
aufrecht zu erhalten.
Dabei hat er seine Passion, immer neue Designideen für seine Kollektionen
zu erdenken und durch immer weitere Entwicklung von Werkzeugen die Qualität
der Brillen kontinuierlich zu verbessern, zum Beruf gemacht. So verbringt er
auch heute die meiste Zeit damit, neue Dinge auszuprobieren und, zu testen.
Das hat in jüngster Zeit zu der Entdeckung von Mammut-Elfenbein für
die Brillenfertigung geführt.
Zudem können wir durch seine Maschinenentwicklungen heute als erste Naturbrillenhersteller
von Büffelhornfassungen in einem Qualitätsstandard fertigen, der es
uns erlaubt eine zweijährige Garantie für unsere Produkte auszusprechen.
.
Ein weiterer Grundpfeiler ist in dem von uns verarbeiteten Material begründet.
Wir verwenden ausschließlich Naturmaterialien wie Büffelhorn und
Mammut-, Elfenbein. Zur Veredelung.nehmen wir Holz und Seide, da wir der Überzeugung
sind, daß wir dadurch größte Vorteile in der Qualität
und Verträglichkeit unserer Produkte erreichen.
Die Einbringung anderer Materialkomponenten wie beispielsweise Acetatplatten
als Deckplatten lehnen wir ab. Sie sehen zwar schön aus, aber die Vorteile
der Naturhornfassungen machen sie zunichte.
An dieser Stelle will ich nur einige wesentliche nennen:
Allergiefreiheit
Leichtigkeit der Brillen, vergleichbar mit Optyl optimaler Sitz durch die Materialstruktur
lange Haltbarkeit durch sehr homogene Verbindungen
Ein drittes Standbein sind unsere mittlerweile 15 Mitarbeiter, die wir in der
Firma in Form eines Familienunternehmens führen.
Für uns als ein Unternehmen, das auf den Einsatzsund die Innovation jedes
Einzelnen angewiesen ist. Dies die beste Möglichkeit, denn unsere Mitarbeiter
bilden die Basis unseres Erfolges.
Dazu kommt, daß unsere Mitarbeiter zum größten Teil verwand
oder verschwägert sind und schon aus diesem Grund ein besonders vertrautes
Verhältnis innerhalb der Firma gepflegt wird.
Ein weiteres Standbein ist der gute und offene Kontakt zu unseren Partnern
im Handel. Bei uns haben die Augenoptiker im Fachhandel bei technischen oder
kaufmännischen Problemen die Möglichkeit, direkt mit dem Besitzer
Herr Wollenweber oder mit unserem Fertigungsleiter Herr Müller zu sprechen
und damit Probleme schnell und unbürokratisch aus der Welt zu schaffen.
Ferner haben wir uns zum Grundsatz gemacht, Arbeiten, die Spezialisten in höherer
Qualität erstellen können lieber außer Haus zu geben, um immer
den höchsten Qualitätsstandard in unserem Leistungsangebot zu gewährleisten.
So lassen wir Scharniere und andere Metallteile lieber von Spezialisten erstellen
und konzentrieren uns auf die Herstellung von Büffelhorn.
Mit Hilfe dieser Unternehmensphilosophie sind wir eine leistungsstarke Gemeinschaft,
die mit einer Ausbringungsmenge von höchstens 20 Brillen am Tag seine Stellung
als Nischenanbieter im Brillenfassungsmarkt behaupten will.
Wir haben in der Zusammenarbeit mit dem Handel die Erfahrung gemacht, weiß
der Augenoptiker erst einmal, wie er mit dem Material Büffelhorn umgehen
muß und welche Möglichkeiten sich bei der Verwendung ergeben stellt
sich sehr bald Begeisterung dafür ein. Denn kennt man ein paar Tricks,
ist Büffelhorn ebenso leicht zu bearbeiten wie jede Kunststoffassung, was
in dem praktischen Teil am Ende zu beweisen wäre. Und Hand aufs Herz, wem
ist nicht am Anfang eine Fassung aus SPX einmal richtig eingeschrumpft, bis
er die Gläser hätte zwei Millimeter kleiner schleifen müssen?
Dennoch werden diese Fassungen heute immer noch in großen Mengen eben
wegen ihrer enormen Vorteile begeistert verkauft.
AUS EINEM HORN ENTSTEHT
EINE BRILLE |
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Um alle Möglichkeiten kennenzulernen, die in dem Material Büffelhorn
stecken, wollen wir Ihnen die Fertigung einer Brille in unserem Haus vor Augen
führen, und ihnen genau sagen, welche Einflußparameter innerhalb
der Brillenfertigung für Sie offenstehen.
Büffelhorn-ein Material aus der Nutztierhaltung
Zunächst jedoch einige Worte zu dem Rohstoff Büffelhorn bzw. Mammut
- Elfenbein.
Viele haben massive Befürchtungen, daß zur Gewinnung des Büffelhorns
Tiere getötet werden müßten. Dies können wir entschieden
verneinen, da in Asien und Afrika Büffel wie bei uns Kühe als Haus-
und Nutztiere gehalten werden und das Horn nur ein Abfallprodukt aus der Nutztierhaltung
ist.
Ebenso werden häufig Stimmen laut, die in Bezug auf das Mammut - Elfenbein
das Washingtoner Artenschutzabkommen ins Gespräch bringen. Doch die Nutzung
von Mammut-Elfenbein fällt nicht unter diese Gesetzesparagraphen. Es stammt
von Mammuts, den Urzeitelefanten, die seit Jahrtausenden ausgestorben sind.
Die Tiere sind von der letzten Eiszeit überrascht in den Permafrostböden
Sibiriens eingeschlossen und konserviert worden. Die heutigen Funde werden erst
nach ausgiebiger Forschung und Registrierung durch Wissenschaftler zum Teil
für den weltweiten Handel mit einem Vorkaufsrecht für Museen freigegeben.
Erst dann können wir Mammut-Elfenbeinzähne zu Brillenfassungen oder
Schmuckstücken verarbeiten.
Kein Stück des von uns verwendeten Elfenbeins stammt von den von der Ausrottung
bedrohten afrikanischen oder indischen Elefanten.
Entstehung einer Brille
aus Büffelhorn: |
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Zunächst muß im ersten Arbeitsschritt aus den runden Hörnern
eine Platte gepreßt werden.
Dazu werden die Hörner der Länge nach auseinandergeschnitten und anschließend
in heißem Olivenöl erhitzt, um sie elastisch und biegbar zu machen.
Dann werden die Hornteile mit speziell dafür vorgesehenen Pressen geradegepreßt.
Mit Hilfe von Sägespänen wird das überschüssige Öl
aus dem Material herausgesaugt.
Die so entstandenen Platten sind sehr rauh und ungleichmäßig in Dicke
und Struktur und müssen zunächst zu rechteckigen Platten zurechtgeschnitten
werden.
Im nächsten Arbeitsgang werden die Platten alle auf eine einheitliche Dicke
heruntergeschliffen. Auch dazu haben wir spezielle Maschinen entwickelt, die
eine Genauigkeit in der Bearbeitung von 0,02 mm zulassen.
Es folgt der erste Kontrollvorgang. Nur etwa 1 /3 der Platten können weiterverarbeitet
werden, denn viele weisen Risse auf, sind in Struktur und Farbe fehlerhaft oder
so stark gewellt, daß sie gar nicht plangeschliffen werden können.
Bei den Deckplatten, die als letzte Schicht auf die Brillen aufgetragen werden
ist die Ausschußquote noch um ein Vielfaches höher, da wir hier auf
höchste Transparenz und Ebenmäßigkeit aller höchsten Wert
legen um eine qualitativ hochwertige Brillenfassung zu erhalten.
Im nächsten Arbeitsschritt müssen Platten zusammengestellt werden,
die miteinander verbunden eine optimale Haltbarkeit und die gewünschten
modischen Effekte gewährleisten. .
Dazu ist eine enorme Erfahrung nötig, was dazu führt, daß hier
der Chef selbst Hand anlegt.
Hier kann unser Kunde bereits das erste Mal Einfluß nehmen, da er uns
sagen kann, ob wir eine helle oder dunkle Grundplatte für ihn herstellen
sollen. Ferner können wir für extrem kurzsichtige Kunden Platten herstellen,
die ein wenig stärker sind als die Normaldicke und damit die Randstärke
des Glases optimal verdecken.
Die zusammengesuchten Platten werden mit einem speziell für die Verbindung
von Büffelhorn entwickelten Kleber miteinander verschweißt. Dieser
Spezialkleber verbindet die Büffelhornplatten absolut nahtlos und hat den
Vorteil Formaldehydfrei zu sein. Dadurch sind auch unsere mehrschichtigen Fassungen
nachweislich absolut allergiefrei. Die genaue Zusammensetzung ist außer
dem Chef niemandem bekannt und das Rezept wird auch sorgsamst gehütet.

Jetzt findet die Veredelung der Platten statt indem sie mit Holz oder Seide
kaschiert werden.
Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, denn unzählige Holzfarben
und unendlich viele Farbzusammenstellungen der Seiden lassen uns und Ihnen jede
Möglichkeit:
So ist es nicht selten, daß uns Augenoptiker Teile von Kleidungsstücken
aus Seide schicken und uns beauftragen, in genau dieser Farbe eine Brille für
sie herzustellen.
Abschließend wird eine transparente Hornplatte aufgebracht, die Zierschichten
vor der Zerstörung schützt und ihr den seidenmatten Glanz verleiht,
der durch kein anderes Material zu imitieren ist.
Wir erhalten Platten, die wie ein Sandwich aussehen, aber nicht ganz so gut
schmecken.

Bei den Platten für die Bügel haben wir als einzige Hornbrillenanbieter
innen und außen kaschierte Bügel, um ein Verformen der Bügel
beim Tragen der Brille auszuschließen. Damit können Sie unsere Brillen
sehr schnell von denen anderer Hersteller unterscheiden.
Die jetzt fertige Platte für ein Mittelteil muß im folgenden Arbeitsschritt
unter Druck und Hitze in die gewünschte Form gepreßt werden. Dabei
wird die Muschelung der Augenränder bereits berücksichtigt und der
Kleber entfaltet nur so seine spezielle verschweißend Wirkung.
Vergleichen Wir an dieser Stelle einmal die benötigten Arbeitsgänge,
die hohe Ausschußquote und die ausschließliche Verarbeitung durch
Handarbeit mit der Herstellung von Spritzgußfassungen, werden die erheblichen
Kostenunterschiede der Brillenfassungen aus Büffelhorn im Vergleich zu
Kunststoffassungen klar. Doch wir sind noch lange nicht soweit eine fertige
Brille vor uns zu haben.
Im nächsten Arbeitsschritt müssen die Platten durch Kopierfräsen
in die gewünschte Form gebracht werden.
Wird ein Sondermodell von unseren Kunden gewünscht, müssen vorher
Kopierschablonen angefertigt werden.
Durch die ungleichmäßige Struktur und Härte des Materials kann
keine vollautomatische CNC gescheuerte Fräse verwendet werden, da sie das
Material zum zerbersten bringen würde.
Trotz größter Vorsicht kann es selbst bei Manueller Führung
der Maschine und optimaler Drehzahl passieren, daß eine Platte beim Bearbeiten
reißt.
Im folgenden Arbeitsschritt werden Kaschierfräsungen auf den Brillenfassungen
angebracht, indem man einen Teil der aufgebrachten Seidenschicht wieder abträgt.
Dadurch entstehen sehr schöne modische Applikationen. Auch hier können
unsere Kunden die Form der Ausfräsungen in Ihrer Bestellung beeinflussen.
Im nächsten Arbeitsschritt werden die Konturen am Steg und an den Fassungsrändern
geschliffen..
Die folgenden Arbeitsschritte verlaufen sehr ähnlich wie bei der Fertigung
von Blockacetatfassungen und sollen deshalb etwas oberflächlicher behandelt
werden.
Es werden die Scharniere in die Mittelteile eingeschwemmt, anschließend
abgedeckt und im Anschluß in eine Poliertrommel gegeben. Dort werden sie
etwa doppelt so lange wie eine normale Blockacetatfassung bearbeitet.
Im Anschluß arbeiten wir die Federscharniere in die Bügel ein und
gravieren die Modellnummer auf die Bügelinnenseite.
Erst jetzt werden die Bügel und die Backen genau aufeinander abgestimmt
und auf 100% ige Passung zugeschliffen. Dabei legen wir auf äußerste
Präzision Wert
Natürlich kann ein Fertigungsprozess nicht in jedem kleinen Detail beschrieben
werden, da dies Stunden füllen würde und auch das ein oder andere
geheim bleiben muß, da wir die meisten Maschinen selbst herstellen und
eine Menge Wissen und Erfahrung dahinter stehen.
Wir wollen mit dieser Beschreibung darstellen, wie weit der Weg von einem Büffelhorn
bis zur fertigen Brille ist und Ihnen zeigen, welche Einflußmöglichkeiten
Sie auf der Seite des Handels haben.
Es sind eine Vielzahl von Arbeits- und Kontrollgängen bis eine Brille unsere
Werkstatt verläßt. Das ist der Grund, warum wir nur eine so kleine
Anzahl an Fassungen am Tag herstellen können.
Sonderwünsche seitens unserer Kunden wie eine Veränderung der Stegpartie,
der Herstellung längerer Bügel oder Fertigung einer selbstdesignten
Brillenfassung. etc. machen eine Automatisierung unmöglich.
Wir leben von der Fertigung von Brillen nach dem speziellen Wunsch unserer und
Ihrer Kunden, die nur in Handarbeit erstellt werden können.

Auf diesem Weg sind wir in der Lage jede Brille individuell für ihren
Träger abzustimmen und alle Wünsche zu berücksichtigen, was bei
einer industriell gefertigten Brille von der Stange unmöglich wäre.
ird jedes Modell noch einmal gründlich handpoliert und auf genaue Maßhaltigkeit
und Präzision kontrolliert. Keine der Brillen verläßt die Werkstatt
ohne daß zunächst der Werkstattleiter und anschließend der
Chef
persönlich eine Qualitätskontrolle durchgeführt hätten.
MAMMUT-ELFENBEIN: EIN
NEUES MATERIAL IN DER BRILLENFERTIGUNG |
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Mammut-Elfenbein zu verarbeiten ist der nächste Schritt den wir gegangen
sind. Dieses exotische Material hat uns vor neue Aufgaben gestellt.
Zum einen ist die Beschaffung dieses edlen Materials beim Einkauf sehr schwierig
zu beurteilen, da man in einen Stoßzahn nicht hineinschauen kann.
So ist es uns schon passiert, daß wir einen Zahn eingekauft haben, der
zwar von außen einwandfrei ausgesehen hat, jedoch im Inneren voller Risse
und schwarzer Verfärbungen war, für unsere Zwecke völlig ungeeignet.
Eine klassische Fehlinvestition, vergleichbar mit dem Kauf eines durchgerosteten
Autos. Stellt man dann noch in Rechnung, daß fürdieses Material Preise
gezahlt werden müssen, die fast-so hoch sind wie der Goldpreis, erkennt
man das unternehmerische Risiko bei der Verarbeitung.
Zum zweiten ist die Menge des Materials, das wir verwenden können sehr
gering, da wir nur Elfenbein verwenden, daß vor seiner Bergung im Eis
gelegen hat.Nur dieses ist so gut erhalten, daß es keine schwarzen Flecken
durch Verwitterung hat und nicht rissig ist. Deshalb stellen wir auch nur eine
Handvoll Brillen aus diesem Material in der Woche her.
Doch glaubt man jetzt, daß wenigstens die Verarbeitung des Materials
problemlos ist hat man sich ein weiteres Mal getäuscht.
Denn Mammut-Elfenbein ist hart wie Stahl und bedarf diamantbesetzter Werkzeuge
und sehr hohe Drehzahlen zur Bearbeitung, was uns zum Kauf eines Zahnarztlabors
gezwungen hat, um entsprechend scharfe Werkzeuge zu bekommen. Es war unser Glück,
daß wir bereits jahrzehntelange Erfahrung in der Verarbeitung des Naturmaterials
Büffelhorn gesammelt hatten, denn ohne das wäre die Verarbeitung von
Mammut-Elfenbein ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.
Leider können bis heute aus Mammut-Elfenbein keine Vollrandbrillen hergestellt
werden, da die Gläser in ein Material, das sich in keinster Weise ausdehnt,
nicht eingearbeitet werden können. Damit sind der Kreativität auch
gewisse Grenzen gesetzt. So kommt es, daß wir bis jetzt nur randlose-.und
Nylorbrillen verarbeiten konnten.
Das jedoch mit wachsendem Erfolg, da immer mehr Kunden dieses Matt glänzende,
edle Material zu schätzen wissen und uns bereits neue Spielformen zur Veredelung
des Materials eingefallen sind. Bei der Optica Fashion haben wir das Material
zum ersten Mal in größeren Stil vorgestellt und hatten eine Menge
Presse und Fernsehen auf dem Stand, die sich massiv für unsere Neuentdeckung
interessiert haben.
Auch unsere Partner im Handel haben das neue Material hervorragend angenommen,
denn in einer Branche, die, was Innovation angeht, nach der Balkenbrille ziemlich
stagniert, waren sie froh, Ihren Kunden etwas neues zeigen zu können.
VORTEILE DER BRILLEN AUS
BÜFFELHORN AUF EINEN BLICK... |
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Büffelhorn ist leichter als eine vergleichbare Kunststoffbrillen
Sitzt viel besser durch die Offenporigkeit des Materials und die Möglichkeit
der anatomisch optimierten Fertigung von Sondergrößen und Sonderformen
Büffelhorn ist absolut allergiefrei und eignet sich damit auch für
hochgradigeAllergiker
Es ist weit beständiger als Kunststoff.
Büffelhorn kann immer wieder aufpoliert werden und sieht anschließend
aus wie neu. Es enthält keinen Weichmacher, der aus dem Material herausdiffundiert
und damit zu einem spröden Fassungsrand sorgt.
Wir bieten zudem eine Zweiahresgarantie auf eine einwandfreie Qualität
Wir können noch nach Jahren Ersatzteile für unsere Fassungen liefern.
Individuelle Farb- und Formwünsche können jederzeit berücksichtigt
werden.
Eine einmal erstellte Brille kann von uns problemlos nachgebaut werden.

